BGBl.-Modellprojekt Teil I und Teil II, Oktober 1990 bis Dezember 1997  
  BGBl.-Modellprojekt Teil I und Teil II, Oktober 1990 bis Dezember 1997, mit Volltextsuche und systematischer Erschließung
Internet-Ausgabe: Makrolog GmbH (Wiesbaden)
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Maximilian Herberger, Institut für Rechtsinformatik, Universität des Saarlandes

Bundesgesetzblatt 1991 Teil II Seite 1309

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lande von Blaavandshuk im Norden bis Den Helder im Westen. Die Hauptverbreitungsgebiete und die wichtigsten Wanderwege liegen im Wattenmeer;

c) bedeutet »Seehundpopulation« alle Seehunde, die sich zu irgendeiner Zeit im Abkommensgebiet aufhalten;

d) bedeutet »Lebensstätte« jeden Teil des Abkommensgebiets, der für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen biologischen Funktionen der Seehunde einschließlich, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, der Fortplanzung<sic><A HREF="#ortpflanzung">ortpflanzung, des Werfens. des Säugens, der Futteraufnahme und des Ruhens, von wesentlicher Bedeutung ist;

e) bedeutet »Übereinkommen« das am 23. Juni 1979 in Bonn unterzeichnete Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten;

f) haben die in Artikel I Absatz 1 Buchstaben a bis d und i des Übereinkommens verwendeten Begriffe in diesem Abkommen dieselbe Bedeutung.

III.

Ziel und Zweck

Die Vertragsparteien arbeiten eng zusammen mit dem Ziel, eine günstige Erhaltungssituation für die Seehundpopulation herzustellen und zu erhalten.

IV.

Erhaltungs-, Hege- und Nutzungsplan

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Kenntnisse erstellen die Vertragsparteien einen Erhaltungs-, Hege- und Nutzungsplan für die Seehundpopulation. Dieser Plan enthält eine umfassende Darlegung der Maßnahmen, die von den Vertragsparteien ergriffen werden oder ergriffen werden sollen, um die Ziele dieses Abkommens zu verwirklichen. Der Plan wird von den Vertragsparteien ständig überprüft und, soweit notwendig, unter Berücksichtigung insbesondere der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung geändert.

V.

Forschung und Überwachung

(1) Die Vertragsparteien koordinieren ihre Forschungsprogramme und -vorhaben sowie die Überwachung der Seehundpopulation, um ihre Kenntnisse über Biologie und Lebensstätten der Seehundpopulation, einschließlich schädlicher Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten, zu mehren, damit sie als Grundlage für Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Erhaltungssituation dienen.

(2) Insbesondere überwachen sie

a) Populationstrends, beispielsweise durch regelmäßige Erhebungen und Zählungen aus der Luft,

b) das Wandern der Seehunde,

c) Parameter der Seehundpopulation, z. B. Krankheiten, Überlebenschancen, Altersstruktur, Verhältnis der Geschlechter, und koordinieren ihre Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet.

VI.

Entnahme aus der Natur

(1) Die Vertragsparteien verbieten die Entnahme von Seehunden aus dem Wattenmeer.

(2) Die zuständigen Behörden können Ausnahmen von dem in Absatz 1 enthaltenen Verbot gewähren, indem sie Personen die Genehmigung erteilen. Seehunde zu entnehmen

- für zu bezeichnende Einrichtungen, die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Erhaltung der Seehundpopulation im Wattenmeer oder der Erhaltung des Wattenmeer-Ökosystems durchführen, soweit die für solche Forschung erforder-

   

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