BGBl.-Modellprojekt Teil I und Teil II, Oktober 1990 bis Dezember 1997  
  BGBl.-Modellprojekt Teil I und Teil II, Oktober 1990 bis Dezember 1997, mit Volltextsuche und systematischer Erschließung
Internet-Ausgabe: Makrolog GmbH (Wiesbaden)
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Maximilian Herberger, Institut für Rechtsinformatik, Universität des Saarlandes

Bundesgesetzblatt 1991 Teil II Seite 1310

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lichen Informationen nicht auf andere Weise beschafft werden können, oder

- für zu bezeichnende Einrichtungen, die Seehunde pflegen, um sie nach ihrer Genesung wieder auszusetzen, soweit es sich um erkrankte oder geschwächte Seehunde oder um offensichtlich verlassene Heuler handelt.

Seehunde, die offensichtlich leiden und nicht überleben können, dürfen von den in diesem Absatz bezeichneten Personen getötet werden.

(3) Jede Vertragspartei, welche die obigen Ausnahmen gewährt hat, teilt dies den anderen Vertragsparteien so bald wie möglich mit und gibt ihnen Gelegenheit zur Überprüfung und Stellungnahme.

(4) Die Vertragsparteien ergreifen angemessene Maßnahmen, um die gesetzwidrige Jagd und Entnahme von Seehunden zu unterdrücken.

VII.

Lebensstätten

(1) Die Vertragsparteien ergreifen angemessene Maßnahmen zum Schutz der Lebensstätten. Sie berücksichtigen gebührend die Notwendigkeit, auch in den Wandergebieten der Seehunde innerhalb des Abkommensgebiets ein Netz von Schutzgebieten zu schaffen und zu unterhalten und die Erhaltung der Gebiete zu sichern, die für die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen biologischen Funktionen der Seehunde von wesentlicher Bedeutung sind.

(2) Die Vertragsparteien schützen Lebensstätten und dort lebende Seehunde vor unangemessenen Störungen oder Veränderungen, die sich unmittelbar oder mittelbar aus menschlichen Tätigkeiten ergeben.

(3) Die Vertragsparteien tragen für den Schutz der Lebensstätten vor den nachteiligen Auswirkungen von außerhalb des Abkommensgebiets durchgeführten Maßnahmen Sorge.

(4) Die Vertragsparteien untersuchen die Möglichkeit, beeinträchtigte Lebensstätten wiederherzustellen und neue Lebensstätten zu schaffen.

VIII.

Verschmutzung

Die Wattenmeerstaaten sind entschlossen, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um die Verschmutzung der Nordsee aus sämtlichen Quellen zu verringern mit dem Ziel, das Abkommensgebiet zu erhalten und zu schützen.

Zu diesem Zweck

a) bemühen sie sich, die Quellen dieser Verschmutzung zu ermitteln;

b) koordinieren sie ihre Forschungsvorhaben über Seehundkrankheiten und die Auswirkungen solcher Stoffe, z. B. chlororganische Verbindungen, Schwermetalle und Öl, auf die Seehundpopulation und vereinbaren sie Methoden, die einen Vergleich der Forschungsergebnisse erlauben;

c) überwachen sie im Abkommensgebiet, insbesondere im Gewebe der Seehunde und in Organismen, die von Seehunden gejagt werden, die Konzentrationen der Stoffe, die angesichts der Forschungsergebnisse anscheinend eine wichtige Rolle für die Erhaltungssituation der Seehundpopulation spielen.

IX.

Verantwortliche Behörden

Jede Vertragspartei unterrichtet die anderen Vertragsparteien von den Behörden, die für die Durchführung dieses Abkommens verantwortlich sind.

   

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