|
Vereinbarung vom 29. Oktober 1993 zwischen der Bundesregierung
und den Regierungen der Länder über die Zusammenarbeit in Angelegenheiten der Europäischen Union in Ausführung von § 9 des Gesetzes vom 12. März 1993 über die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Angelegenheiten der Europäischen Union
Stand: 12. November 1993
Die Bundesregierung und die Regierungen der Länder bekennen sich zur Verwirklichung
eines vereinten Europas und der Entwicklung der Europäischen Union auf der Grundlage der
Verträge über die Gründung der Europäischen Gemeinschaften einschließlich deren
Folgerechte und des Vertrages über die Europäische Union sowie zu den sich daraus
ergebenden Informations- und Handlungspflichten in wechselseitigem bundesstaatlichen
Treueverhältnis. Sie arbeiten auf der Grundlage von Art. 23 GG und des dazu ergangenen
Gesetzes über die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Angelegenheiten der
Europäischen Union (EUZBLG) eng und vertrauensvoll zusammen. Zur Durchführung der
diese Zusammenarbeit regelnden Bestimmungen vereinbaren sie folgendes:
I. Unterrichtung des Bundesrates
1. Die Bundesregierung unterrichtet den Bundesrat laufend und in der Regel schriftlich über alle Vorhaben im Rahmen der Europäischen Union, die für die Länder von Interesse sein könnten. Dies geschieht insbesondere durch Übersendung von der Bundesregierung vorliegenden a) Dokumenten
- der Kommission und ihrer Dienststellen, soweit sie an den Rat gerichtet oder der Bundesregierung auf sonstige Weise offiziell zugänglich gemacht worden sind;
- des Europäischen Rates, des Rates, der informellen Ministertreffen und der Ratsgremien.
b) Berichten und Mitteilungen von Organen der Europäischen Union über Sitzungen
- des Europäischen Rates, des Rates und der informellen Ministertreffen;
- des Ausschusses der Ständigen Vertreter und sonstiger Ausschüsse oder Arbeitsgruppen des Rates;
- der Beratungsgremien bei der Kommission.
c) Berichten der Ständigen Vertretung über - Sitzungen des Rates und der Ratsgruppen, der informellen Ministertreffen und des Ausschusses der Ständigen Vertreter; - Sitzungen des Europäischen Parlaments und seiner Ausschüsse;
- Entscheidungen der Kommission, wobei die Empfänger dafür Sorge tragen, daß diese Berichte nur an einen begrenzten Personenkreis in den jeweils zuständigen obersten Landesbehörden weitergeleitet werden.
d) Dokumenten und Informationen über förmliche Initiativen, Stellungnahmen und Erläuterungen der Bundesregierung für Organe der Europäischen Union. Die Unterrichtung bezieht sich auch auf Vorhaben, die auf Beschlüsse der im Rat vereinigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedsstaaten gerichtet sind. Im übrigen oder ergänzend erfolgt die Unterrichtung mündlich in ständigen Kontakten.
2. Die Bundesregierung übersendet die Unterlagen dem Bundesrat zum frühestmöglichen
Zeitpunkt und auf dem kürzesten Weg.
3. Dle Ministerien des Bundes und der Länder eröffnen sich untereinander und dem Bundesrat im Rahmen der geltenden Datenschutzvorschriften Zugang zu ressortübergreifenden Datenbanken zu Vorhaben im Rahmen der Europäischen Union. Die Bundesregierung wird sich bemühen, daß EG-Datenbanken, die den Regierungen der Mitgliedstaaten zugänglich sind, auch dem Bundesrat und den Regierungen der Länder zugänglich gemacht werden. Einzelheiten müssen gesondert geregelt werden. |
Accord entre le gouvernement fédéral et les gouvernements des Länder sur la
collaboration dans les affaires de l'Union européenne en application du § 9 de la loi sur
la coopération de la Fédération et des Länder dans les affaires de l'Union européenne
du 29 octobre 1993
Version en vigueur au 12 novembre 1993 Le gouvernement fédéral et les gouvernements des Länder s'engagent, dans le cadre d'un rapport
réciproque de loyauté fédérale, à l'édification d'une Europe unie et au développement de l'Union
européenne sur le fondement des traités fondateurs des Communautés européennes, y compris
le droit créé depuis, et du Traité sur l'Union européenne ainsi des devoirs d'information et
d'action qui en résultent. Ils travaillent étroitement ensemble et dans un esprit de pleine confiance
sur le fondement de l'article 23 LF et de la loi sur la coopération de la Fédération et des Länder
dans les affaires de l'Union européenne (EUZBLG). En application des dispositions organisant
une telle coopération, il ont convenu ce qui suit :
I. Information du Bundesrat
"1. Le gouvernement fédéral informe en permanence et en principe par écrit le Bundesrat sur tous
les projets dans le cadre de l'Union europénne qui pourraient intéresser les Länder. Cette
information a lieu notamment par la transmission par le gouvernement fédéral des :
a) Documents - de la Commission et de ses services dans la mesure où ils sont déstinés au Conseil ou rendus officiellement accessibles au gouvernement fédéral d'une autre manière, - du Conseil européen, du Conseil, des rencontres ministérielles informelles et des organes du Conseil. b) Rapports et communications des organes des Communautés européennes concernant les réunions - du Conseil européen, du Conseil et des rencontres ministérielles informelles ; - du COREPER ainsi que les autres comités ou groupes de travail du Conseil ; - des organes consultatifs de la Commission ;
c) des rapports de la représentation permanente concernant - les réunions du Conseil et des groupes du Conseil, les rencontres ministérielles informelles du COREPER ; - les sessions du Parlement européen et de ses commissions ; - les décisions de la Commission ; pour ceux-ci, le Conseil veille à ce qu'ils ne soient transmis qu'à un cercle restreint de personnes
au sein des autorités administratives suprêmes des Länder respectivement compétentes.
d) Documents et informations sur les initiatives, les avis, les explications formels du gouvernement fédéral destinés aux organes de l'Union européenne. L'information concerne également les projets qui se rapportent aux décisions des représentants des Etats membres réunis au Conseil. Du reste, ou de manière complémentaire, l'information a lieu par oral par des contacts
permanents.
2. Le gouvernement transmet les documents au Bundestag dès que possible et par la voie la plus courte. Dans le cadre des dispositions applicables relatives à la protection des données, les ministres de la Fédération et des Länder ainsi que le Bundestag s'autorisent réciproquement l'accès aux banques de données des départements ministériels compétents, relatives aux projets dans le cadre de l'Union européenne. Le gouvernement fédéral s'efforcera de rendre accessibles également au Bundestag et aux gouvernements des Länder les banques de données communautaires dont disposent les gouvernements des Etats membres. Les modalités devront être réglées de manière particulière. |
|
II. Vorbereitende Beratungen
1. Das innerhalb der Bundesregierung federführende Bundesressort lädt die Ländervertreter zu Beratungen zur Festlegung der Verhandlungsposition zu Vorhaben ein, soweit der Bundesrat an einer entsprechenden innerstaatlichen Maßnahme mitzuwirken hätte oder soweit die Länder innerstaatlich zuständig wären. Dabei soll auch Einvernehmen über die Anwendung von §§ 5 und 6 EUZBLG auf ein Vorhaben angestrebt werden. 2. Bei der Einordnung eines Vorhabens unter die Regelungen des EUZBLG ist auf den konkreten Inhalt der EG-Vorlage abzustellen. Die Zuordnung zur Zuständigkeit des Bundes oder der Länder folgt aus der innerstaatlichen Kompetenzordnung. Bei Beurteilung der Frage, ob bei einem Vorhaben der Bund im nationalen Bereich das Recht zur Gesetzgebung hat, ist in Fällen der konkurrierenden und der Rahmengesetzgebung auch darauf abzustellen, ob ein Bedürfnis nach bundesgesetzlicher Regelung im Sinne von Art. 72 Abs. 2 GG bestehen würde. Hinsichtlich des Regelungsschwerpunkts des Vorhabens ist darauf abzustellen, ob eine Materie im Mittelpunkt des Vorhabens steht oder ganz überwiegend Regelungsgegenstand ist. Das ist nicht quantitativ bestimmbar, sondern das Ergebnis einer qualitativen Beurteilung. 3. In den Fällen, in denen innerstaatlich eine Zusammenarbeit von Bund und Ländern vorgesehen ist, ist - unbeschadet der Bestimmungen des EUZBLG im einzelnen - bei Festlegung der Verhandlungsposition - auch auf Gemeinschaftsebene - ein gemeinsames Vorgehen anzustreben.
III. Stellungnahme des Bundesrates 1. Um die rechtzeitige Abgabe einer Stellungnahme zu ermöglichen, informiert die Bundesregierung den Bundesrat unbeschadet der Unterrichtung nach Teil I dieser Vereinbarung bei allen Vorhaben, die Interessen der Länder berühren, über den zeitlichen Rahmen der Behandlung in den Ratsgremien. Je nach Verhandlungslage teilt die Bundesregierung dem Bundesrat auch mit, bis zu
welchem Zeitpunkt eine Stellungnahme wegen der sich aus dem Verfahrensablauf der
Europäischen Union ergebenden zeitlichen Vorgaben noch berücksichtigt werden kann.
2. Der Bundesrat kann seine Stellungnahme im Verlauf der Beratung des Vorhabens in den
Gremien der Europäischen Union anpassen und ergänzen. Zu diesem Zweck unterrichtet
die Bundesregierung den Bunderat durch ständige Kontakte - in einer der Sache jeweils
angemessenen Form - über wesentliche Änderungen bei diesen Vorhaben.
3. Beschlüsse des Bundesrates sind auch solche, die von der Europakammer des
Bundesrates (Art. 52 Abs. 3 a GG) abgegeben werden.
4. Stimmt in den Fällen von § 5 Abs. 2 EUZBLG die Auffassung der Bundesregierung nicht
mit der Stellungnahme des Bundesrates überein, unterrichtet sie den Bundesrat und lädt
unverzüglich die vom Bundesrat benannten Ländervertreter zur erneuten Beratung ein,
um möglichst Einvernehmen zu erzielen. Kommt ein Einvernehmen nicht zustande,
beschließt der Bundesrat unverzüglich darüber, ob seine Stellungnahme aufrechterhalten
wird.
5. Weicht die Bundesregierung von einer Stellungnahme des Bundesrates ab, so teilt sie auf Verlangen des Bundesrates nach Abschluß eines Vorhabens die maßgeblichen Gründe mit. |
II. Consultations préparatoires
1. Le département ministériel compétent au sein du gouvernement fédéral invite les représentants des Länder aux consultations en vue de la détermination de la position dans les négociations, dans la mesure où le concours du Bundesrat serait requis au plan interne ou les Länder seraient compétents au plan interne. A cet égard, un accord doit être recherché sur l'application des §§ 5 et 6 EUZBLG lors d'un projet. 2. Lors de la soumission d'un projet communautaire aux dispositions de la EUZBLG, le contenu concret du projet communautaire doit être pris en considération. La répartition de la compétence de la Fédération ou des Länder résulte de la dévolution des compétences dans l'ordre interne. La question de savoir si la Fédération a le droit de légiférer dans le domaine national en cas de législation cadre ou concurrente, doit être résolu à l'aune du critère d'un besoin de législation fédérale au sens de l'article 72 al. 2 LF. Compte tenu de l'objet principal du projet, il faut déterminer si une matière se situe au centre du projet ou constitue le domaine de la réglementation de manière prépondérante. Ceci ne peut pas être déterminé de manière quantitative mais est le résultat d'un appréciation qualitative. 3. Dans les cas pour lesquels une coopération de la Fédération et des Länder est prévue dans l'ordre interne - indépendamment des dispositions de la EUZBLG - une conduite commune doit être recherchée pour fixer la position dans les négociations - y compris au niveau communautaire III. Avis du Bundesrat
1. Nonobstant l'information prévue à la première partie du présent accord, le gouvernement fédéral informe le Bundesrat des délais de la négociation dans les organes du Conseil pour tous le projets qui touchent les intérêts des Länder, afin de lui permettre de rendre un avis dans les délais. En fonction du stade de la négociation, le gouvernement informe également le Bundesrat jusqu'à quel moment un avis peut encore être pris en considération compte tenu des contraintes de temps qui résultent du déroulement de la procédure au sein de l'Union européenne. 2. Le Bundesrat peut adapter et compléter son avis au cours de la négociation du projet au sein des organes de l'Union européenne. A cette fin, le gouvernement informe le Bundesrat grâce à des contacts permanents - dans une forme appropriée à l'affaire - sur les modifications substantielles du projet. 3. Les décisions du Bundesrat sont également celles qui peuvent être rendues par la chambre européenne du Bundesrat (Art. 52 al. 3a LF). 4. Lorsque la position du gouvernement ne correspond pas à l'avis du Bundesrat dans les cas prévus au § 5 al. 2 EUZBLG, celui-là en informe le Bundesrat et invite immédiatement les représentants des Länder nommés par le Bundesrat à de nouvelles consultations afin de parvenir à un accord. Lorsqu'un accord ne peut être trouvé, le Bundesrat décide immédiatement s'il maintient son avis. 5. Lorsque le gouvernement s'écarte de l'avis du Bundesrat, il en communique les raisons déterminantes sur demande du Bundesrat après la conclusion du projet. |
|
IV. Hinzuziehung von Ländervertretern zu Verhandlungen in Gremien der
Europäischen Union
1. Werden in Gremien des Rates oder der Kommission Vorhaben behandelt, zu denen dem
Bundesrat vor Festlegung der Verhandlungsposition Gelegenheit zur Stellungnahme zu
geben ist, so unterrichtet die Bundesregierung den Bundesrat unverzüglich über den Ort,
den Zeitpunkt und die Beratungsgegenstände der Sitzungen dieser Gremien. Dasselbe
gilt, soweit möglich, für vorbereitende Aktivitäten der Kommission der Europäischen
Gemeinschaft, wie formelle Anhörungen, Konsultationen und Expertengespräche.
2. Unbeschadet der gesetzlichen Regelungen des § 6 Abs. 1 EUZBLG führen die
Bundesregierung und die Regierungen der Länder gemeinsam eine Liste der
Beratungsgremien bei Kommission und Rat, in denen Vorhaben behandelt werden, bei
denen der Bundesrat an einer entsprechenden innerstaatlichen Maßnahmen mitzuwirken
hätte, bei denen die Länder innerstaatlich zuständig wären oder bei denen wesentliche
Interessen der Länder betroffen sind. Diese Liste kann einvernehmlich geändert werden,
ohne daß es einer förmlichen Änderung dieser Vereinbarung bedarf.
3. Der Bundesrat benennt der Bundesregierung die Ländervertreter bzw. das die Vertreter entsendende Ressort einer Landesregierung. Für die in der Liste erfaßten Gremien kann dies ebenfalls listenmäßig für einen bestimmten Zeitraum erfolgen. Werden Ländervertreter im Einzelfall außerhalb oder in Änderung der listenmäßig benannten Vertreter bestellt, teilt dies der Bundesrat vor den Verhandlungen mit. Die Bundesregierung wird dem Verlangen auf Hinzuziehung mindestens eines Ländervertreters, bei Vorliegen der Voraussetzungen von § 5 Abs. 2 EUZBLG von zwei Ländervertretern, entsprechen, soweit ihr das möglich ist. Die Bundesregierung wird sich im Einzelfall jeweils bemühen, die Hinzuziehung eines Ländervertreters zu ermöglichen. Nimmt in den Fällen des § 6 Abs. 1 EUZBLG kein benannter Ländervertreter teil oder ist noch kein Ländervertreter vom Bundesrat benannt, kann im Einzelfall die Sitzung von einem Vertreter wahrgenommen werden. 4. Über die Hinzuziehung von Ländervertretern zu informellen Treffen, soweit im
Schwerpunkt ausschließliche Gesetzgebungsbefugnisse der Länder betroffen sind,
verständigen sich Bundesregierung und Länder im Einzelfall.
5. Für Ratstagungen in der Zusammensetzung der Minister, bei denen Vorhaben behandelt
werden, die im Schwerpunkt ausschließliche Gesetzgebungsbefugnisse der Länder
betreffen, benennt der Bundesrat gem. § 6 Abs. 2 EUZBLG Mitglieder von
Landesregierungen im Ministerrang, auf die die Bundesregierung für diese Vorhaben die
Verhandlungsführung übertragen soll. Die Länder stellen eine den Anforderungen von
Art. 146 EG-V entsprechende Vertretung bei diesen Ratstagungen sicher. Bei
Verhinderung der Ländervertreter nimmt ein Vertreter der Bundesregierung oder der
Ständige Vertreter die Verhandlungsführung wahr.
6. Vertreter der Länder sind Mitglieder der deutschen Delegation. Sie nehmen an
Delegationsbesprechungen vor Ort teil, die zur Vorbereitung während der Sitzungen
durchgeführt werden. Vorausgehende gemeinsame Vorbereitungen, die auch von den
Ländervertretern angeregt werden können, bleiben unberührt.
7. Die Delegationsleitung liegt bei der Bundesregierung. Sie wird - unbeschadet der Verhandlungsführung zu einzelnen Vorhaben - vom Vertreter der Bundesregierung im Benehmen mit dem Vertreter der Länder wahrgenommen. Soweit die Verhandlungsführung nicht auf einen Ländervertreter übertragen ist, kann dieser in Arbeitsausschüssen und -gruppen mit Zustimmung des Delegationsleiters Erklärungen abgeben. |
IV. Invitation de représentants des Länder aux négociations dans les organes de l'Union européenne. 1. Lorsque des projets sont traités dans les organes du Conseil ou de la Commission pour lesquels le Bundesrat a l'occasion de donner son avis avant la fixation de la position lors des négociations, le gouvernement fédéral informe sans délai le Bundesrat du lieu, du moment et de l'objet des consultations des réunions de ces organes. Il en va de même si cela est possible pour les activités préparatoires de la Commission de la Communauté européenne telle des auditions informelles, des consultations et des confrontations d'expert. 2. Nonobstant la réglementation législative prévue au § 6 al. 1 EUZBLG, le gouvernement fédéral et les gouvernements des Länder dressent en commun une liste des organes de consultation auprès de la Commission et du Conseil au sein desquels des projets sont traités pour lesquels le concours du Bundesrat serait requis au plan interne, pour lesquels les Länder seraient compétents au plan interne ou pour lesquels les intérêts essentiels des Länder sont concernés. Cette liste peut être modifiée d'un commun accord sans nécessiter une modification formelle du présent accord. 3. Le Bundesrat nomme auprès du gouvernement fédéral les représentants des Länder ou désigne le département ministériel d'un gouvernement de Land envoyant les représentants. En ce qui concerne les organes mentionnés dans la liste, la nomination peut aussi être valable, conformément à la liste, pour un temps déterminé. Lorsqu'il arrive que des représentants soient choisis en dehors de la liste ou avec une modification des représentants désignés sur la liste, le Bundesrat en est informé avant les négociations. Le gouvernement fédéral fera suite à la demande d'inviter au moins un représentant des Länder, deux lorsque les conditions posées par le § 5 al. 2 EUZBLG sont réunies, dans la mesure où cela lui est possible. Le gouvernement fédéral s'efforcera dans chaque cas de rendre possible l'invitation d'un représentant des Länder. Dans les cas prévus au § 6 al. 1 EUZBLG, la séance peut exceptionnellement être assurée par un suppléant lorsqu'aucun représentant des Länder n'y prend part ou lorsqu'aucun représentant n'a été nommé par le Bundesrat. 4. Le gouvernement fédéral et les Länder se mettent d'accord au cas par cas sur l'invitation de représentants des Länder aux rencontres informelles dans la mesure ou les pouvoirs de législation des Länder sont affectés de manière centrale. 5. Lors des séances du Conseil réunissant les ministres où des projets sont traités qui concernent les pouvoirs exclusifs de législation des Länder, le Bundesrat nomme, pour ces projets, conformément au § 6 al. 2 EUZBLG des membres des gouvernements des Länder ayant rang de ministre auxquels le gouvernement fédéral doit transférer la conduite des négociations. Les Länder assurent une représentation correspondant aux exigences de l'article 146 CE lors de ces réunions du Conseil. En cas d'empêchement des représentants des Länder, un représentant du gouvernement fédéral ou de la représentation permanente assure la conduite des négociations. 6. Les représentants des Länder sont membres de la délégation allemande. Sur place, ils prennent part aux réunions préparatoires de la délégation qui ont lieu pendant les séances. Des réunions préalables de préparation qui ont pu être suggérées par les représentants des Länder ne sont pas affectées. 7. La direction de la délégation reste auprès du gouvernement fédéral. Elle est exercée par un représentant du gouvernement en accord avec le représentant des Länder, nonobstant la conduite des négociations relatives à des projets particuliers. Dans la mesure où la conduite des négociations n'est pas transférée à un représentant des Länder, celui-ci peut faire des déclarations dans les commissions et groupes de travail avec l'accord du chef de la délégation. |
|
V. Verfahren vor den Europäischen Gerichten
1. Im Hinblick auf die hier zu wahrenden Verfahrensfristen unterrichtet die
Bundesregierung den Bundesrat unverzüglich von allen Dokumenten und Informationen
über Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof und dem Gericht erster Instanz, an
denen die Bundesregierung beteiligt ist. Dies gilt auch für Urteile zu Verfahren, an denen
sich die Bundesregierung beteiligt.
2. Macht die Bundesregierung bei Vorliegen der Voraussetzungen von § 7 Abs. 1 EUZBLG
auf Beschluß des Bundesrates von den im Vertrag über die Europäische Union
vorgesehenen Klagemöglichkeiten Gebrauch, so fertigt sie die entsprechende
Klageschrift. Von den Ländern wird hierfür rechtzeitig eine ausführliche Stellungnahme
zur Sache zur Verfügung gestellt.
3. Nr. 2 gilt entsprechend, wenn die Bundesregierung in Verfahren vor dem Europäischen
Gerichtshof Gelegenheit zur Stellungnahme hat.
VI. Zusammenarbeit zwischen Ständiger Vertretung und Länderbüros
Die Bundesregierung unterstützt über die Ständige Vertretung und gegebenenfalls die
bilaterale Botschaft im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten und soweit erforderlich die
Länderbüros in Einzelfragen im Hinblick auf ihre Aufgaben. Einzelheiten sind in
direktem Kontakt zwischen der Ständigen Vertretung und den Länderbüros zu klären.
VII. Anwendung dieser Vereinbarung
1. Die Regelungen dieser Vereinbarung gelten für alle Vorhaben im Rahmen des Vertrages
über die Europäische Union - einschließlich sog. "Gemischter Beschlüsse" und der
Vorbereitung und dem Abschluß völkerrechtlicher Abkommen - sowie für Vorhaben, die
in dem "Abkommen zwischen 11 Mitgliedstaaten über die Sozialpolitik" ihre Grundlage
haben.
2. Hinsichtlich der Regierungskonferenzen nach Art. N EU-V gilt:
- Der Bundesrat wird über die Verhandlungen unterrichtet, soweit Länderinteressen betroffen sein könnten.
- Die Bundesregierung berücksichtigt die Stellungnahme des Bundesrates bei den Verhandlungen in entsprechender Anwendung von § 5 EUZBLG.
- Die Länder können mit einem Beobachter - maximal zwei Beobachtern, falls
ausschließliche Länderkompetenzen betroffen sind - an Ressortgesprächen zur
Vorbereitung der Regierungskonferenzen sowie - soweit möglich von Fall zu Fall -
an den Regierungskonferenzen selbst teilnehmen.
3. Hinsichtlich der Erweiterungsverhandlungen nach Art. O EU-V gilt:
- Der Bundesrat wird über die Verhandlungen unterrichtet, soweit Länderinteressen betroffen sein könnten.
- Die Bundesregierung berücksichtigt die Stellungnahme des Bundesrates bei den Verhandlungen in entsprechender Anwendung von § 5 EUZBLG.
- Die Länder können mit einem Ländervertreter an Ressortabstimmungen der Verhandlungsposition sowie - soweit möglich - an der Ad-hoc-Gruppe "Erweiterung" des Rates teilnehmen, wenn der konkret zu behandelnde Fragenbereich die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz der Länder oder deren wesentliche Interessen berührt.
4. Hinsichtlich der Assoziierungsverhandlungen nach Art. 238 EWG-V sowie für die
Abkommen nach Art. 113 Abs. 3 EWG-V gelten die Regelungen des EUZBLG und
dieser Vereinbarung mit der Ausnahme, daß sich die Teilnahme des Ländervertreters auf
die Verhandlungen in der Ratsgruppe zur Aushandlung des Mandats für die Kommission
beschränkt.
VIII. Schlußbestimmungen
1. Das Gesetz über die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in Angelegenheiten der Europäischen Union und diese Vereinbarung ersetzen das Verfahren nach Art. 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 1986 zur Einheitlichen Europäischen Akte und die dazu getroffene Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungen der Länder. - Die Regierungen von Bund und Ländern werden durch geeignete institutionelle und
organisatorische Vorkehrungen sicherstellen, daß die Handlungsfähigkeit der
Bundesrepublik Deutschland und eine flexible Verhandlungsführung auf EG-Ebene
gewährleistet bleiben.
3. Ergänzende Formen der fachlichen Zusammenarbeit und Fachkontakte zwischen Bund
und Ländern - z. B. auch im Bildungs- und Kulturbereich - werden nach Maßgabe von
Art. 23 GG und des EUZBLG fortgeführt.
4. In Fällen des § 5 Abs. 2 EUZBLG ist die Zustimmung der Bundesregierung erforderlich,
wenn Entscheidungen zu Ausgabenerhöhungen oder Einnahmeminderungen für den
Bund führen können.
5. Der Beobachter der Länder hat die Aufgabe, die Länder bei der Wahrnehmung ihrer
Rechte nach dem EUZBLG zu unterstützen. Seine Informations- und
Beteiligungsmöglichkeiten gegenüber den Institutionen und Gremien der Europäischen
Gemeinschaft sowie der Bundesregierung bleiben bestehen.
6. Die Länder übermitteln der Bundesregierung ihre Vorschläge für die Besetzung des
Ausschusses der Regionen rechtzeitig vor Ablauf der jeweiligen Mandatsperiode.
7. Die Vereinbarung gilt gem. § 11 EUZBLG nicht für den Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union.
8. Die Vereinbarung tritt mit dem Tage der Gründung der Europäischen Union in Kraft. Bund und Länder überprüfen diese Vereinbarung zum 1. Juli 1996 im Lichte der bis dahin gesammelten Erfahrungen, insbesondere im Hinblick auf die Anwendung der §§ 5 und 6 EUZBLG im Bereich der konkurrierenden und der Rahmengesetzgebung. |
V. Procédure devant les Cours européennes
1. Compte tenu des délais de la procédure devant être respectés, le gouvernement fédéral informe
sans délai le Bundesrat de tous les documents et informations relatifs aux procédures devant la
Cour de Justice et le tribunal de première instance auxquelles le gouvernement fédéral est partie.
2. Lorsque les conditions du § 7 al. 1 EUZBLG sont réunies et que le gouvernement fédéral, à
la demande du Bundesrat, fait usage des possibilités de recours prévues au Traité sur l'Union
européenne, il prépare la requête introductive. A cette fin, un avis détaillé relatif à l'affaire doit
être mis à disposition par les Länder dans les délais impartis.
3. Le no 2 s'applique par analogie lorsque le gouvernement fédéral a l'occasion de donner son avis
dans une procédure devant la Cour européenne de justice.
VI. Coopération entre la représentation permanente et les bureaux des Länder
Le gouvernement fédéral apporte son soutien aux bureaux des Länder dans les questions
particulières en relation avec leurs missions par l'intermédiaire de la représentation permanente
et par l'échange de messages dans le cadre des possibilités prévues. Les modalités doivent être
éclaircies par des contacts directs entre la représentation permanente et les bureaux des Länder.
VII. Application du présent accord
1. Les dispositions du présent accord sont applicables pour tous les projets dans le cadre du traité
sur l'Union européenne - y compris pour les accords dits mixtes et leur préparation ainsi que pour
la conclusion des traités intemationaux - de la même façon que pour les projets qui trouvent leur
fondement dans « l'accord entre 11 Etats membres sur la politique sociale ».
2. Eu égard à la conférence intergouvernementale prévue à l'article N TUE, il convenu ce qui suit: Le Bundesrat est informé des négociations dans la mesure où les intérêts des Länder pourraient être concernés. Le gouvernement fédéral prend en considération l'avis du Bundesrat lors des négociations par application analogue du § 5 EUZBLG Les Länder peuvent participer avec un observateur - au maximum deux lorsque des compétences
législatives exclusives des Länder sont concernées - aux réunions des départements ministériels
en vue de la préparation de la conférence intergouvernementale ainsi qu'aux conférences
intergouvernementales - dans la mesure où cela est possible au cas par cas.
3. Eu égard aux négociations en vue de l'élargissement conformément à l'article O TUE, il est convenu ce qui suit: Le Bundesrat est informé des négociations dans la mesure où les intérêts des Länder pourraient être concernés. Le gouvernement fédéral prend en considération l'avis du Bundesrat lors des négociations par application analogue du § 5 EUZBLG Les Länder peuvent participer avec un représentant des Länder à la coordination ministérielle de
la position lors de la négociation ainsi - dans la mesure où cela est possible - au groupe ad-hoc
« Elargissement » du Conseil, lorsque le domaine des questions devant être traitées touche la
compétence législative exclusive des Länder ou leurs intérêts essentiels.
4. Eu égard aux accords d'association prévus à l'article 238 CEE ainsi que pour les accords prévus
à l'article 113 al. 3 CEE, les dispositions de la EUZBLG et du présent accord s'appliquent à une
exception près : la participation du représentant des Länder aux négociations dans le groupe du
Conseil se limite à la négociation du mandat pour la commission.
VIII. Dispositions finales
1. La loi sur la coopération de la fédération et des Länder dans les affaires de l'Union européenne
et le présent accord remplacent la procédure prévue à l'article 2 de la loi du 19 décembre 1986
relative à l'Acte unique européen ainsi que l'accord pris en application de celui-ci entre le
gouvernement fédéral et les gouvernements des Länder.
2. Les gouvernements de la Fédération et des Länder prennent les mesures d'organisation et
institutionnelles appropriées pour assurer que la capacité d'action de la République fédérale
d'Allemagne ainsi qu'une flexibilité dans la direction des négociations au niveau communautaire
puissent être assurées.
3. Des formes complémentaires de coopération technique et des contacts techniques doivent se
poursuivre conformément à l'article 23 et à la EUZBLG, y compris par exemple dans le domaine
culturel et de la formation.
4. Dans les cas du § 5 al. 2 EUZBLG l'approbation du gouvernement fédéral est nécessaire
lorsque les décisions peuvent entraîner pour la Fédération une augmentation des dépenses ou une
diminution des recettes.
5. L'observateur des Länder a pour tâche d'assister les Länder dans l'exercice de leurs droits selon
la EUZBLG. Ses possibilités d'informations et de participation vis-à-vis des institutions et des
organes de la Communauté européenne et vis-à-vis du gouvernement sont conservés
6. Dans les délais et avant l'expiration du mandat, les Länder transmettent au gouvernement
fédéral leurs propositions pour les sièges à pourvoir au sein du Comité des Régions.
7. L'accord ne s'applique pas au domaine de la politique étrangère et de sécurité commune de
l'Union européenne, conformément au § 11 EUZBLG.
8. L'accord entre en vigueur au jour de l'édification de l'Union européenne. La Fédération et les Länder examine le présent accord au premier juillet 1996 à l'aune de l'expérience accumulée, notamment pour l'application des §§ 5 et 6 EUZBLG dans le domaine de la législation cadre et concurrente. |
