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Pressemitteilung
des Bundesfinanzhofs
Nr. 6 vom 2. Februar 1998



Ernennungen am Bundesfinanzhof



Mit Wirkung zum 1. Februar 1998 hat der Bundespräsident die Richter am Bundesfinanzhof

Dr. Walter Drenseck
und Dr. Werner Hein

zu Vorsitzenden Richtern am Bundesfinanzhof ernannt.

Den neuen Vorsitzenden wurden ihre Ernennungsurkunden am 30. Januar 1998 in München anläßlich des Wechsels im Amt des Vizepräsidenten des Bundesfinanzhofs durch den Staatssekretär am Bundesministerium der Justiz Heinz Lanfermann überreicht.

Walter Drenseck und Dr. Werner Hein wurden beide im Februar 1984 zu Bundesrichtern ernannt.

Walter Drenseck, Jahrgang 1941, ist gebürtiger Wattenscheider. Er begann seine Laufbahn nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Marburg und Münster im höheren Dienst der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. 1975 wurde er Richter am Finanzgericht Münster, dem er - unterbrochen durch eine vierjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesfinanzhof - bis zu seiner Ernennung zum Richter am Bundesfinanzhof angehörte.

Im obersten Gerichtshof für Steuer- und Zollsachen ist Walter Drenseck seither in dem für Lohnsteuer zuständigen VI. Senat. Über sechs Jahre lang wirkt er überdies als Mitglied im Großen Senat des Bundesfinanzhofs an grundlegenden Entscheidungen des Gerichts mit. Er übernimmt nunmehr durch Präsidiumsbeschluß die Leitung des Lohnsteuersenats vom Vorsitzenden Richter am Bundesfinanzhof Dr. Gerhard Mößlang, der selbst in den II. Senat des Gerichts wechselt.

Werner Hein, am 11. Dezember 1940 in Kassel geboren, trat nach dem Abitur im Jahr 1960 in den Dienst der hessischen Finanzverwaltung. Als Steuerinspektor verließ er vier Jahre später die Verwaltung, studierte in Frankfurt/Main an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Rechtswissenschaften und trat 1972 nach den beiden juristischen Staatsexamen und der Promotion zum Dr. jur. wieder in den höheren Dienst der hessischen Finanzverwaltung. Im Anschluß an eine zweijährige Dozententätigkeit an der Ausbildungs- und Fortbildungsstätte der Hessischen Landesverwaltung in Rotenburg/Fulda wechselte er im Dezember 1975 als Richter an das Hessische Finanzgericht in Kassel.

Im Bundesfinanzhof gehörte Werner Hein all die Jahre dem VII. Senat (Zölle, Verbrauchsteuern, Marktordnungsrecht und allgemeines Abgabenrecht sowie Steuerberatungsrecht) an, dessen Vorsitz ihm das Präsidium - als Nachfolger des zum 31. Januar 1998 in den Ruhestand getretenen Vizepräsidenten Dr. Albert Beermann - übertragen hat.

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