Eule
S a a r b r ü c k e r   B i b l i o t h e k

(http://www.jura.uni-sb.de/projekte/Bibliothek)

Erstveröffentlichung:
Die dunkle Seite des Chips
Herrschaft u. Beherrschbarkeit
neuer Technologien
Hrsg.: Marie-Theres Tinnefeld
R. Oldenbourg Verlag
München Wien 1993
Seiten 173 - 178

 

Maximilian Herberger

Über das Helle im Dunklen.
Notizen zur Dialektik des Chips[1]


 

Gliederung

 

> Vorbemerkung: Dialektik als heuristische Kunst
> Ein dialektisches Realbeispiel (?):
  Sondermüllverbrennung versus Reinstluftbedingungen

> Hell oder Dunkel? Der Gegenstandscharakter des Chips
> Kontrolle: Das scheinbar fraglos Dunkle am "Chip"
> Dunkles, erbarmungsloses Nicht-Vergessen?
> Im (Chip-)Dunkel der Anonymität und Einsamkeit?
> Nachbemerkung: Zur Methodologie


 

 

 

 

 

 

Vorbemerkung: Dialektik als heuristische Kunst

Seit immer weniger politische Herrschaftssysteme sich auf dialektisches Denken zu ihrer Legitimation berufen, fällt es wieder leichter, den alten Kern dieser Kunst (im Sinne von techne oder ars) ins Auge zu fassen. Sie erlaubt es heuristisch, im (scheinbar fraglos) Gegebenen das Gegenteil oder wenigstens die Möglichkeit des Gegenteils zu entdecken. Derartige Entdeckungen sind nicht mechanisch möglich. Es bedarf der Übung, um auf das auch anders Mögliche aufmerksam zu werden. Geschick im Perspektivenwechsel ist gefragt. Nicht verletzt werden bei alledem die Gesetze der Logik und das Prinzip der Widerspruchsfreiheit. Denn präzise ausformuliert ist das als Gegenteil Beobachtete in einer anderen Hinsicht als die Ausgangsbeobachtung gegeben. So stellt sich das auch dar, wenn (durch die griffige Formulierung "Die dunkle Seite des Chips" angeregt) über das Helle im Dunkeln des Chip-Phänomens nachgedacht werden soll: Was unter einem Aspekt als dunkel erscheint, präsentiert sich unter einem anderen Aspekt als hell. Im Grunde ist dieser Wechsel der Betrachtungsweise schon dadurch angelegt, daß von der dunklen Seite des Chips die Rede ist: Dinge mit nur einer Seite akzeptiert die dialektische Denkkunst nicht - sie sucht immer nach der anderen Seite. Und so erweist sich (um ein zwar altes, nichtsdestoweniger an prägnanter Präzision kaum zu übertreffendes Bild aufzugreifen) das halbleere Glas zugleich auch als halbvoll.

Ein dialektisches Realbeispiel (?):
Sondermüllverbrennung versus Reinstluftbedingungen

Der dunklen Seite des Chips rechnet man häufig die Produktionsmodalitäten zu, fallen dabei doch problematische Substanzen an, die ein hohes Maß von Umweltschutz- und Entsorgungsvorkehrungen erfordern. Chip-Produktion ist nicht "per se" eine "saubere" Herstellungstechnik. Aber eines erfordert die Chip-Produktion: "Reinstluftbedingungen", nach denen sich mancher Operateur sehnen würde. Was dann dazu führte, daß der geplante Bau einer Sondermüllverbrennungsanlage in Böblingen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten ist, weil dadurch möglicherweise die Chip-Fertigung im Raum Böblingen/Sindelfingen gefährdet ist - eben wegen der nicht mehr adäquat zu realisierenden Reinstluftbedingun- gen.[2] Ein Gutachten soll nun klären, wie es sich tatsächlich verhält. Aber schon vorher hat die diesbezügliche Debatte ein Beispiel für die Verschränkung von Hell und Dunkel oder Dunkel und Hell geliefert. Ob es unter Umständen sogar ein Beispiel für Realdialektik ist?

Hell oder Dunkel? Der Gegenstandscharakter des Chips

Die Formel von der dunklen Seite des Chips faßt den Chip als scheinbar isolierten Gegenstand ins Auge, der (so suggeriert das Bild) als eben dieser Gegenstand eine dunkle Seite hat. Hat es etwas zu bedeuten, daß wir auf diese Art und Weise einen Gegenstand betrachten? Wohl doch. Denn der Gegenstand für sich handelt nicht, er ist "nur" Instrument für unser Handeln. Die dunkle Seite des Instruments ist demnach also - bei Lichte betrachtet - ein Attribut unseres Handelns, vor allem unseres Handelns in sozialen Systemen. Nur insofern wir finstere Absichten mit dem Instrument realisieren, hat es - metaphorisch formuliert - eine dunkle Seite. Wir sind frei, auch einen anderen Gebrauch davon zu machen. Die Feststellung ist (zugegebenermaßen) nicht besonders originell. Sie muß aber in Erinnerung gerufen werden, weil manche auf "den Chip" bezogene verdinglichende Redeweisen diese Selbstverständlichkeit in Vergessenheit geraten lassen und eine nicht mehr beherrschbare ("dunkle"), die Handelnden von ihrer Verantwortung freisprechende Eigendynamik "des Chips" suggerieren. Demgegenüber gilt es an die Instrumentalität auch des Chips zu erinnern - mit allen Folgen für den darauf bezogenen ethischen Diskurs. Wodurch übrigens nicht in Abrede gestellt wird, daß es schwieriger und weniger schwierig zu beherrschende Instrumente gibt und daß "der Chip" zu den sozial schwer zu beherrschenden Gerätschaften zählt. Nachdem so der notwendige Vorbehalt gemacht ist, wird im folgenden - der Einfachheit halber und dem Tagungsthema geschuldet - die Redeweise vom Chip als Bezugspunkt unserer Betrachtungen beibehalten, allerdings nur in stenographischer Absicht.

Kontrolle: Das scheinbar fraglos Dunkle am "Chip"

Üblicherweise wird in den dunkel getönten Chip-Szenarien die Kontrolleignung dieses Instrumentariums in den Vordergrund gerückt. Kontrolle erscheint dieser Betrachtungsweise als etwas schlechthin Negatives. Bruchlos durchhalten kann diese Denkweise aber nur ein prinzipieller Anarchismus. Das wird meist auch handlungs- und orientierungspraktisch sehr schnell deutlich, wenn Kontrollgegner nach einem Kontextwechsel für diesen anderen Kontext zu Kontrollbefürwortern werden. Je nach Adressatengruppe sind derartige Beispiele leicht zu bilden und unschwer empirisch zu verifizieren. Eines mag statt aller genügen: Bei die Umwelt gefährdenden Verhaltensweisen wird mancher zum Verfechter einer Totalkontrolle, der anderweitig durchaus geneigt ist, Kontrolle durch "den Chip" abzulehnen. (Meist wechselt auch die Einschätzung der Rolle des Strafrechts parallel zu der Sicht der Kontrollthematik.) Eine solche Verhaltensweise muß nicht widersprüchlich sein, wenn sie auf Handlungsregeln beruht, die bereichsspezifisch und begründet das jeweils gewünschte Kontrollniveau festlegen. Nicht immer ist diese Voraussetzung allerdings erfüllt. Was folgt daraus für unser Thema? Es gibt Bereiche, in denen Kontrolle als notwendig angesehen wird und für notwendig erachtet werden muß. Die Diskussion betrifft dann nicht mehr das "Ob" der Kontrolle, sondern das "Wo" und das "Wie". Obwohl es gefühlsmäßig vielleicht schwer fällt, darf man nicht zögern, hier "helle" Wirkungsweisen des Chips als prinzipiell möglich auszumachen.

Übrigens hatte sich auch die Rechtsprechung, veranlaßt durch ein "chip-nahes" Thema, mit der Problematik der Kontrolle und der Bewertung dieses Phänomens zu befassen. Es ging im Rahmen von Betriebsverfassungs- und Personalvertretungsrecht um die Frage, ob die dort gegebenen Mitbestimmungstatbestände bei EDV-Einführung in Betrieb oder Dienststelle die Möglichkeit eröffnen sollen, jegliche Kontrolle zu verhindern. Die pragmatische Lösung der Rechtsprechung lautete:

"Der Schutzgedanken (sc. der entsprechenden Mitbestimmungstatbestände, M.H.) geht dahin, die Beschäftigten vor übermäßiger (Hervorhebung von mir, M.H.) Kontrolle zu bewahren."[3]

Was hier mit der klassischen juristischen Kategorie des Übermaßverbotes zum Ausdruck gebracht wird, ist ergebnisäquivalent mit dem Gedanken, daß nicht das "Ob", sondern das "Wie" zur Debatte steht. Das Übermaßverbot als Prinzip (auch) juristischer Praxisklugheit moderiert so Hell und Dunkel mit dem Ziel einer erträglichen Beleuchtung bzw. einer guten Ausleuchtung.

Dunkles, erbarmungsloses Nicht-Vergessen?

Unter den Topoi, mit denen chipgestützten Systemen mißtrauisch begegnet wird, gehört der oft beschworene "Verlust der Gnade des Vergessens" fraglos mit zu den Spitzenreitern. Nun muß man nur statt "Nicht-Vergessen" die spiegelbildliche Formulierung "Erinnern" wählen, um zu sehen, daß auch hier ein doppelgesichtiges Phänomen angesprochen ist. Es wiederholt sich - durchaus nicht zufälligerweise - die bereits bei der Kontrollthematik zu beobachtende Differenzierungsnotwendigkeit. Daß dem so ist, hängt damit zusammen, daß Kontrolle unter anderem Aufbewahrung von Informationen voraussetzt. Das ist aber nicht der einzige Aspekt, unter dem man die u.U. wohltätige Funktion der "Erinnerung" veranschaulichen kann. Denken wir als Beispiel an eine Chip-Karte, die Informationen zu bisher absolvierten Impfungen enthält. Jeder, der nicht spontan sagen kann, wo sich sein Impfpaß befindet, wird unter Umständen eine derartige Chip-Karte und das dadurch ermöglichte Erinnern begrüßen (so er die Aufbewahrung dieser Karte für leichter hält als die eines Impfpasses - "Hell" und "Dunkel" will auch sehr praktisch gewichtet werden).

(Daß man durch Anreicherung des Informationsbestandes auf einer solchen Chip-Karte wieder in den Problembereich auch der Kontrolle gelangen kann, ist ein anderes Thema: Die dialektische Heuristik kann nach er Entdeckung des Hellen im Dunkeln auch wieder das Dunkle in diesem Hellen entdecken, kein "salto mortale", sondern die Folge der Einführung wiederum zusätzlicher Differenzierungskriterien für neue Sachverhaltskonstellationen.)

Verweilen wir noch einen Augenblick bei der "Gnade des Vergessens" und projizieren diesen Gedanken auf einen Bereich, wo wir die Notwendigkeit des Vergessens als gegeben ansehen. Kann man "dem Chip" auch hier eine helle Seite abgewinnen? Will man das tun, benötigt man nicht ein Plädoyer für das Erinnern und "information retrieval", sondern eines für chip-gestütztes Vergessen. Auch dieses Plädoyer ist möglich, faßt man das gewünschte Vergessen methodisch genauer ins Auge. Betrachten wir zu diesem Zweck eine Verwaltung mit elektronischen Akten. Stellt sich heraus, daß eine bestimmte Informationskategorie unzulässigerweise gespeichert wurde, so kann (geeignete Aktenstrukturierung vorausgesetzt) diese Informationskategorie aus allen elektronischen Akten entfernt werden. In Papierakten ist das praktisch wegen des damit verbundenen Aufwandes nicht möglich. Hier kann man nur in bestimmten Zeiträumen Akten insgesamt dem Orkus des Vergessens anheimfallen lassen. Wer demgegenüber gleichmäßiges und kontrolliertes Vergessen (möglicherweise sogar als Rechtsanspruch) dem "naturwüchsigen" Entschwinden von Informationen vorzieht, wird auch hier eine helle Facette "des Chips" entdecken.

Und vergessen wir schließlich nicht die Historiker, so wir die Erinnerung der Menschheit an sich selbst für unverzichtbar halten: Wäre beispielsweise die Vorstellung eines Rechtsprechungsarchivs, in dem Urteile dauerhaft aufbewahrt werden (statt mit der Akte dem Untergang geweiht zu sein, falls auf dem Deckblatt nicht "historisch wertvoll" verfügt wurde oder die Akte mehr oder weniger zufälligerweise in einem Staatsarchiv landet), nicht ein "dem Chip" zu imputierendes Positivum? (Wobei ich betone, daß das Beispiel auf die Nutzung durch Rechtshistoriker abzielt, um es von dem Vorwurf freizuhalten, auf diese Weise werde einer "Versteinerung" der Rechtsprechung Vorschub geleistet.)

Im (Chip-)Dunkel der Anonymität und Einsamkeit?

EDV-Nutzung, so wird oft gesagt, leiste Tendenzen zur Isolierung Vorschub, indem sie von sozialen Kontakten entwöhne, die sich ohne EDV-Einsatz als notwendig und wünschenswert erwiesen. Der Weg in die Bibliothek mit den sich dort ergebenden Gesprächsmöglichkeiten sei, so wird (nicht zu Unrecht) argumentiert, etwas fundamental anderes als die individuelle Online-Recherche.

Aber das sozial-gemütliche Gruppengefühl birgt nicht nur Positives. Es kann auch vom Wesentlichen ablenken (und Zeit kosten, viel Zeit sogar). Ebensowenig, wie man hier die (auch) dunkle Seite übersehen kann, ist es beim Gegenphänomen der Einsamkeit ratsam, die helle Seite daran zu ignorieren. Manche Erkenntnis reift nur in der Einsamkeit, wie es Humboldt's Formel von "Einsamkeit und Freiheit" als Universitätsvoraussetzung zum Ausdruck bringen will.

Könnte auch Anonymität etwas Positives in sich bergen? Offensichtlich nennen sich die "Anonymen Alkoholiker" so, weil sie zum Ausdruck bringen wollen, daß Anonymität notwendige Bedingung für Heilung sein kann. Und genau dazu gibt es ein chip-nahes elektronisches Corrolarium. In den Vereinigten Staaten nimmt die Anzahl der Mailboxen und "Bulletin Boards" zu, die Lese-Material für Alkoholiker anbieten und den anonymen Gedankenaustausch zur Alkohol-Problematik erlauben.[4] Die Anonymität vor dem Computer ist in vielen Fällen der Ausgangspunkt für den Ausstieg aus der Sucht. In dem zitierten Bericht heißt es: "And best of all, he can remain completely anonymous." Anonymität als "best of all": Das Helle im Dunkeln.

Bob E., der in Miami das "Sober Way Out"-Board betreibt, antwortete dem Newsweek-Journalisten auf die Frage nach den Vorzügen dieser elektronischen anonymen Kommunikationsmöglichkeit: "If I'm feeling down and out I can typo in a note about something that is gnawing at me and send it out. Just the act to typing it in is cathartic." Die Anonymität macht den Weg frei zur kathartischen Äußerung. Hier öffnet sich der Blick für die Frage, die auch den Zusammenhang von Dunkel und Hell betrifft, sich aber nicht nur als intellektuelle Denkübung darstellt: Es gibt die Erfahrung, daß der Weg ins Licht durch das Dunkel führt, Katharsis folgt dem Schmerz. Das alte "per aspera ad astra" bringt das (einschließlich der Lichtsymbolik) zum Ausdruck und verdient es, vom Staub des Auswendiglernens und gedankenlosen Repetierens befreit zu werden.

Nachbemerkung: Zur Methodologie

Wer sich darauf einläßt, heuristisch dem Hellen im Dunklen (oder dem Dunklen im Hellen) nachzuspüren, wird bald darauf aufmerksam werden, daß es für den Umgang mit den so "dialektisch" herausgearbeiteten Möglichkeiten einer methodischen Besinnung bedarf. Zwei Strategien sind denkbar: Die eine präsentiert sich als eher abstrakt und fallfern, die andere als weniger abstrakt und fallnäher. Bei der Betrachtung beider Herangehensweisen soll die (schwierige) Frage offenbleiben, ob eine prinzipielle Grenze zwischen beiden Denkformen gezogen werden kann. Eine praktische Erlebnisgrenze gibt es aber allemal.

Die erste Strategie sucht nach der regelartigen Ausformulierung der Summe aller für nötig erachteten Differenzierungskriterien. Auf diese Weise kann es gelingen, das eigene Bewertungssystem konsistent zu halten. Allerdings ist bei dieser Vorgehensweise meist ein hoher Preis an Komplexität (und oft auch Abstraktheit) zu zahlen. Das muß nicht notwendigerweise ein Nachteil sein, verlangt aber nach geeigneten Hilfsinstrumenten, die den Umgang mit einer so gelagerten Komplexität unterstützen.

Die andere Strategie nähert sich den für nötig erachteten Differenzierungsmodalitäten "vom Fall her". Auf diese Weise kann die Tradition des "case law reasoning" fruchtbar gemacht werden. Je feiner das dialektische "distinguishing" angelegt ist, desto anziehender erscheint diese Vorgehensweise, hat sie doch anscheinend alle Vorzüge der Anschaulichkeit für sich. Gerade wegen dieses Umstandes sind dialektische Heuristik und Kasuistik auch nicht zufälligerweise meist verbunden aufgetreten und haben von ihren Befürwortern das Testat der Praxisnähe erhalten. Hier liegt ein kürzlich von Toulmin und Jensen[5] zu Recht wieder in Erinnerung gerufener Traditionshintergrund.

Wie immer man sich aber auch methodologisch entscheidet: Es ist beruhigend zu sehen, daß unser moralphilosophisches Denken Instrumentarien bereithält, die selbst dem scheinbar kategorial unvergleichlich Neuen gewachsen sind, verwandelt man nur die Chip-Metapher in eine geeignete Werkzeug-Metapher. Auf andere Weise als bisher betrachtet scheint hier etwas "Helles" im zunächst als dunkel Erlebten auf.






Anmerkungen

[1] Mit geringfügigen Änderungen wurde die Vortragsform des Manuskripts beibehalten

[2] Nachzulesen u.a. in der FAZ vom 20. Februar 1993, S. 4

[3] Hess. VGH, RdV 1986, S. 269. Ähnlich OVG Münster, ZBR 1978, S. 178

[4] Vgl. David L. Gonzalez, Very personal computing - Alcoholics log on, Newsweek, no. 35, 28. August 1989, S. 53

[5] Toulmin and Jensen, The Abuse of Casuistry. A History of Moral Reasoning, Berkeley 1988

 


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