Eule
S a a r b r ü c k e r   B i b l i o t h e k

(http://www.jura.uni-sb.de/projekte/Bibliothek)

Volltext
zur in "Forschung & Lehre",
Heft 3/2002, Seiten 132 ff.,
erschienenen gekürzten Fassung


Günther Hönn

Zur Universität im Wandel[*]





Was wir seit langem wissen, haben uns die Bilder aus dem Weltraum in Erinnerung gerufen: Distanz macht Zusammenhänge deutlich. Und insofern ist der Ablauf eines Jahres nach dem Ende der Amtszeit an der Spitze einer Universität durchaus geeignet, nachzudenken über die Universität und damit natürlich über die Universität im Wandel. Schon ein Blick in die Gazetten zeigt: die Aktualität ist beträchtlich – trotz Pisa-Studie.

Meine Betrachtung gilt nicht speziell meiner eigenen Universität, zumal die hiesige TU Darmstadt ein Beispiel besonders dynamischen Wandels bietet und dafür jüngst ausgezeichnet wurde[1]. Ansprechen möchte ich vielmehr das deutsche Universitätssystem insgesamt.

Da aber die Universität des Saarlandes natürlich das spezifische Feld meiner eigenen Erfahrungen ist, will ich sie kurz vorstellen: 1948 von Frankreich gegründet, ist sie inzwischen eine mittelgroße Universität mit ca. 17.000 Studierenden, 274 Professuren, einem Haushalt von zuletzt insgesamt 307 Mill. DM pro Jahr, davon im Jahr 2000 knapp DM 63 Mill. sogenannte Drittmittel, d.h. projektbezogen eingeworbener Forschungsmittel und Stipendien.

Das Fächerspektrum ist breit und reicht von Rechts- und Wirtschaftswissenschaft über Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin bis hin zu einzelnen Bereichen der Ingenieurwissenschaft. Institute im Umfeld der Universität ergänzen dabei das Potential. Eine Reihe von Fächern sind speziell auf Europa ausgerichtet. Wissenschaftliche Schwerpunkte von internationaler Bedeutung gibt es insbesondere in den Bereichen der Informatik und der Sprachtechnologie. Prof. Wahlster erhielt gerade vor ein paar Tagen den Deutschen Forschungspreis 2001 für das DFKI-Projekt „Verbmobil“.

Doch zurück zur deutschen Universität im Wandel. Meine folgenden Ausführungen werden eingehen unter

   I. auf die Verfassung der heutigen Universität in Deutschland

  II. auf den Wandel des allgemeinpolitischen und gesellschaftlichen Umfeldes.

 III. auf die bildungspolitischen Rahmenbedingungen

  IV. auf die sich innerhalb der Universität ergebenden Defizite

   V. auf die „Benchmark“ USA, und unter

  VI. will ich skizzieren, was geschieht und was m.E.weitergeschehen könnte und müsste.

I. Die Verfassung der heutigen Universität lässt sich besonders gut skizzieren vor dem Hintergrund des Konzepts, mit dem Wilhelm von Humboldt 1809 die Berliner Universität gründete. Das Konzept wurde weltweit zum Vorbild und ist weitgehend noch heute Ideal der angesehensten amerikanischen Universitäten. Es blieb einem früheren Bundesbildungsminister vorbehalten, Humboldt für tot zu erklären. Wie wir es heute als wirtschaftliches Paradigma ansehen, dass Markt und Wettbewerb per se gut sind, ging Humboldt davon aus, dass forschende Lehre bzw. forschendes Lernen an der Universität per se positive Ergebnisse bringt und deshalb nicht beschränkt werden sollten. Diese Autonomie im akademischen Bereich war freilich eingegrenzt von beträchtlicher staatlicher Einflussnahme auf bestimmte Prüfungen, auf die Besetzung von Professuren (wobei Humboldt selbst eine wichtige Rolle spielte) und auf die Finanzierung der Forschung; den staatlichen preußischen Kurator gab es bis zum 2. Weltkrieg, und Verwaltung außerhalb des rein akademischen Bereiches war bis dahin nicht Sache der Universität. (Diese gewann allerdings zunehmend Einfluss auf die Besetzung von Professuren).

Seit dem Hochschulrahmengesetz von 1976 gilt in Deutschland generell der Grundsatz der Einheitsverwaltung. Akademische und staatliche Aufgaben werden einem einheitlichen Verwaltungskörper der Universität zugewiesen, der vom Kanzler geleitet wird, wobei das Verhältnis von Rektor, Präsident oder Präsidium zum Kanzler unterschiedlich geregelt ist. Jedoch ist der Kanzler hinsichtlich des Haushalts gegenüber der Universitätsspitze nicht weisungsgebunden. Der Universitätshaushalt der staatlichen Universitäten wird diesen vom Staat zugewiesen, wobei vielfältige Bindungen vorgegeben sind. Beispielsweise dürfen Personalmittel nicht zum Ankauf von Büchern verwendet werden. Das Stichwort Globalhaushalt kennzeichnet die diesbezügliche Problematik bzw. den von der Universität gewünschten Freiraum. Aber auch ein diesbezüglicher Freiraum steckt voller Fallstricke. Leistungsorientierte Mittelverteilung innerhalb der Universität wird als Grundsatz gewiss jeder für richtig halten. Was Leistung ist, ist aber nicht trivial. Und eine Mittelverteilung durch eine Institution, die vor allem von prinzipiell gleichberechtigten Professoren geprägt wird, tendiert zwecks Vermeidung von Verteilungskämpfen wohl eher zur Beibehaltung des Bestehenden (was nicht stets falsch sein muss). Die gruppenspezifische Zusammensetzung der Universitätsgremien, Stichwort Gruppenuniversität, schließlich bringt zusätzliche Sonderinteressen ins Spiel.

Die Verfassung der Universität insgesamt hat das Prinzip der Einheitsverwaltung und vor allem wachsende Zuständigkeiten derselben nicht wirklich bewältigt. Die zentralen Organe Senat und Rektor, Präsident, Rektorat oder Präsidium beziehen ihre Legitimation letztlich aus der Wahl durch die Gesamtheit der Universitätsmitglieder. Und diese Legitimation wird daher zunehmend brüchig, wenn es um Entscheidungen geht, die außerhalb des auf Konsens angelegten akademischen Bereiches liegen, also insbesondere um Verteilungsfragen.

Gleichzeitig ist aber zu beobachten, dass das Verständnis von Hochschulautonomie sich verändert hat, in dem es heute auch Verteilungsfragen umfasst. Autonomie in Verteilungsfragen führt aber bei der traditionellen Hochschulverfassung nicht nur zu Legitimationsdefiziten, sondern zugleich zu Immobilität.

II. Wie hat sich das für die Universität relevante allgemeinpolitische und gesellschaftliche Umfeld verändert?

Das viel strapazierte Wort der Globalisierung sagt hier schon das Wesentliche. Wenngleich sich Universitäten seit Bologna in ihrem Denken und Handeln stets als international offen verstanden haben, folgen aus der jüngeren Entwicklung neuartige Herausforderungen, die sich in vielfältigen Einflussfaktoren zeigen:

Der Wettbewerb auf wirtschaftlichen Gebiet wird zunehmend international und hat die Universitäten erfasst. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten wesentliche Beiträge zur Gewährleistung der wirtschaftlichen Infrastruktur im Lande.

Die neuen Technologien haben zu einer bisher unbekannten Beschleunigung von Veränderungsprozessen geführt. Man spricht von einer Wissensgesellschaft.

Staatliche Regelungen verlieren zu Lasten der Privatrechtsgesellschaft an Legitimationskraft.

Der Hochschulbereich sieht sich einem besonders kritischen Blick von Staat und Wirtschaft ausgesetzt, übrigens auch in den USA.

Die Macht der Medien verstärkt Minderheitsgruppen und erschwert zusätzlich die Bewältigung von Verteilungskonflikten im staatlichen, aber auch im universitären Bereich.

Speziell Deutschland befindet sich, um den früheren Bundespräsidenten Herzog aus seiner „Ruck-Rede“ im Berliner Hotel Adlon vom 26.4.1997 zu zitieren, offenbar in einer „mentalen Depression“.

III. Die bildungspolitischen Rahmenbedingungen für die Universität sind vordergründig gekennzeichnet durch wechselseitige Vorwürfe von Universitäten und Politik/Wirtschaft, begleitet durch eine nicht immer sachliche Medienberichterstattung. Zumindest verbaler Konsens besteht darüber, dass die Universitäten für die Wissensgesellschaft eine tragende Bedeutung haben. Im Kern geht es um die Erwartungen gegenüber dem Universitätssystem und seinen haushaltspolitischen Stellenwert. Im Brennpunkt steht die internationale Konkurrenzfähigkeit des Systems.

1. Die jüngst erschiene OECD-Studie „Eduaction at a Glance“ lässt für Deutschland eine schon länger erkennbare gefährliche Tendenz deutlich werden. In der Altersgruppe der 25 – 34-Jährigen verfügten 1999 in Deutschland bei rückläufiger Bevölkerungsentwicklung nur 13 % über einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss, gegenüber 23 % in Kanada, Japan, Korea und den Niederlanden, gegenüber 29 % in den USA und sogar 31 % in Norwegen.[2] Betrachtet man die Zahl der Absolventen des Jahres 1999 im Verhältnis zur gleichaltrigen Gesamtbevölkerung, so liegt die Hochschulabschlussquote für Deutschland bei 16 %, gegenüber den USA mit 47 %, GB mit 50 % und Neuseeland mit 54 %, bei einem OECD-Schnitt von 31 %. [3]

Während die Abschlüsse aber in Deutschland zu etwa 2/3 Universitätsabschlüsse sind, handelt es sich bei den anderen genannten Staaten etwa zu 2/3 um Bachelor-Abschlüsse, die eher unseren Fachhochschulabschlüssen entsprechen.[4] Umgerechnet besagen also die Zahlen, dass bei den Universitätsabschlüssen für Deutschland von etwa 11 % des Jahrgangs 1999 und für die anderen genannten Länder von 15 % bei einem OECD-Mittel von etwa 10 % auszugehen wäre.

Natürlich hat jede Statistik, wie wir spätestens seit Churchill wissen, ihre Tücken. Gleichwohl weisen die Zahlen darauf hin, dass wir in Deutschland zwar gegenüber dem OECD-Schnitt eine etwas höhere Zahl an Universitätsabsolventen haben, dass aber vor allem eine riesige Lücke bei den darunter liegenden Abschlüssen besteht.

In der Diskussion ist insoweit seit geraumer Zeit der eventuelle Übergang von den traditionellen Studienabschlüssen Diplom und Magister auf das gestufte angloamerikanische System Bachelor und Master, das einen ersten berufsbezogenen Abschluss früher ermöglicht. Unsere bisherigen ersten Universitätsabschlüsse Diplom und Magister, die von den Anforderungen dem Master entsprechen, würden damit praktisch künftig zu Zweitabschlüssen. Man erwartet von einer solchen Veränderung kürzere Studienzeiten, eine geringere Studienabbruchsquote und größere internationale Attraktivität des deutschen Hochschulsystems. Freilich ist noch offen, ob der Bachelor von der Wirtschaft und von den Studierenden angenommen wird. - Die Universitäten stehen der von der Politik wohl geplanten generellen Aufgabe des derzeitigen Systems von Diplom und Magister weitgehend noch skeptisch gegenüber und sehen vor allem die Gefahr einer Minderung der jetzigen Ausbildungsqualität insgesamt und in den natur- und technikwissenschaftlichen Disziplinen einen unverständlichen Verzicht auf das im Ausland weithin als Qualitätszeichen bekannte deutsche Diplom.

Zwischenzeitlich wird schon eine beträchtliche Zahl gestufter Studiengänge praktisch erprobt. Und diese Entwicklung ist durchaus zu begrüßen, zumal das Baukastenprinzip Parallelität begrenzt erlaubt. Vor einer eventuellen Erwartung, man könne die Lücke unterhalb der traditionellen Universitätsabschlüsse durch deren quantitative und qualitative Reduzierung schließen, kann man freilich nicht dringend genug warnen.

In engem Zusammenhang mit geänderten Studienabschlüssen steht die möglicherweise anstehende radikale Umgestaltung der gesamten Hochschullandschaft. Denn spätestens mit einem flächendeckenden Übergang zu gestuften Studienabschlüssen würde sich das bisherige Nebeneinander von in sich einheitlichen Fachhochschulen und Universitäten zu einer rechtlich einheitlichen Hochschullandschaft mit verstärkten internen Qualitätsunterschieden verwandeln. Man kann das wollen, und die Politik will dies offenbar, wagt es aber nicht zu sagen. Eine diesbezügliche Entwicklung wäre natürlich alles andere als konfliktfrei. Die generelle Abkehr vom Humboldt‘schen Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre müsste darin übrigens nicht liegen. Denn diese Einheit wird heute vor allem im Bereich der höheren Semester und des Promotionsstudiums praktiziert und würde sich dann auf den oberen Bereich der (nur rechtlich einheitlichen) Hochschullandschaft konzentrieren.

2. Auch hinsichtlich der Finanzierung des Hochschulsystems lohnt ein Blick in die genannte OECD-Studie. Danach betrugen im Jahr 1998 die Ausgaben pro Studierenden für den Bereich der Universitäten und Fachhochschulen in kaufkraftbereinigten US-$ für Deutschland 5.422, für Frankreich, Japan und die Niederlande etwa 7.500, für die Schweiz 10.000 und für Kanada 13.000; für die USA waren sie nicht gesondert angegeben, lagen aber vermutlich entsprechend hoch.[5]

Gemessen am Bruttosozialprodukt gab Deutschland 1998 für den Bereich der Universitäten, Fachhochschulen, Fachschulen und Schulen für das Gesundheitswesen 1 % aus - gegenüber 1,9 % durch Kanada sowie 2,3 % durch die USA bei einem OECD-Schnitt von 1,3 %.[6] In absoluten Zahlen betragen die staatlichen Aufwendungen in Deutschland für das Hochschulsystem jährlich etwas über 30 Milliarden[7]; wobei übrigens im Jahr 2000 ca. 66 Milliarden für Werbung investiert wurden.[8] Die Kultusminister der Länder haben 1994 ein strukturelles Defizit von insgesamt DM 32 Mrd. konstatiert und gefordert, dieses in den Jahren 1994–2000 auszugleichen[9] – letztlich ohne wirkliche Konsequenzen. Eine Tendenzwende ist nicht in Sicht. Die Finanzminister der Länder haben im Gegenteil gerade beschlossen, angesichts der ab 2005 zurückgehenden Schülerzahl die Ausgaben für Schulen und Hochschulen nicht zu steigern.[10]

3. Zu den veränderten Rahmenbedingungen gehört eine verstärkte Inpflichtnahme der Universitäten für universitätsbezogene Verteilungsaufgaben. So ist etwa der zurzeit diskutierte Universitätsglobalhaushalt auch ein durchaus willkommenes Mittel für die Ministerien, in Zeiten schwieriger Finanzen Verteilungsfragen zu delegieren. Freilich sind die Universitäten heute derart komplexe Großunternehmen, dass ihre staatliche Außensteuerung im bisherigen Sinne nicht mehr möglich ist. Sie wäre auch weder der Öffentlichkeit noch den Universitätsmitgliedern zu vermitteln. Damit ist der Weg zurück in die frühere Balance zwischen Universitätsautonomie im akademischen Bereich und staatliche Steuerung in den übrigen Bereichen versperrt. Hochschulautonomie muss – unter Berücksichtigung der staatlichen Finanzierung – umfassend verstanden werden. Um so dringlicher stellt sich damit die Frage der angemessenen Organisation der Universität für den erweiterten Aufgabenbereich.

IV. Welches sind nun – abgesehen von den Organisationenfragen - die wesentlichen Defizite innerhalb der heutigen Universität?

Der Blick auf Forschung, Lehre, wissenschaftlichen Nachwuchs, Ausländeranteil, Schwerpunktbildung, Weiterbildung, Praxisrelevanz und innere Flexibilität zeigt ein durchaus nicht einheitliches Bild. Geprägt ist es durch das weitgehende Fehlen materieller Anreize.

1. Im Universitätsbereich spielen nichtmaterielle Anreize eine beträchtliche Rolle. Sie erklären, warum gute Wissenschaftler nach wie vor zu relativ schlechten finanziellen Bedingungen an die Universität gehen und dort forschen und lehren. Sie erklären auch, warum Wissenschaftler in der Forschung größte Anstrengungen unternehmen und Drittmittel in beträchtlichem Umfang einwerben, die keine Nebeneinkünfte sind, sondern der Finanzierung von Forschungsvorhaben dienen. Die Vergabe derartiger Mittel findet übrigens unter härtesten Wettbewerbsbedingungen statt, bei denen die beantragten Forschungsprojekte von Außenstehenden sorgfältig geprüft werden.

2. Für den Bereich der Lehre funktioniert dieser Anreiz weniger gut. Befragungen von Studenten haben sogar die Vermutung erhärtet, dass es hier im Bereich der grundständigen Lehre und besonders bei überhöhten Studentenzahlen einen Zielkonflikt geben kann.[11] Berichte aus den USA unterstreichen dies.[12] Gute Lehre stärkt das Renommee eines Wissenschaftlers bei weitem nicht so wie gute Forschung. Hier fehlen Anreize, die dem Professor deutlich machen, dass die Universität bzw. seine Fakultät auch von seiner Lehrleistung abhängen. Und für die ja allseits erwünschte Anwerbung ausländischer Studenten gibt es für die Universität grundsätzlich ebenfalls keine positiven, sondern eher negative Anreize, denn die Betreuung von Ausländern erfordert i.d.R. zusätzlichen Aufwand. Derzeit werden fehlende materielle Anreize durch den Appell an Berufsethos ersetzt. Doch ist dies zumindest auf längere Sicht eher fragwürdig, zumal dann, wenn zuweilen von den Medien die Belastbarkeit der Motivation der Akteure getestet wird.

Die Universitäten, nicht zuletzt angeregt durch die Ministerien, versuchen zwar, durch leistungsgesteuerte Mittelverteilung entgegenzuwirken; schon angesichts der allgemeinen Finanzierungsdefizite sind derartige Versuche freilich nur bedingt erfolgreich. Das Stichwort Studiengebühren ist hier fällig; ich werde später darauf eingehen.

3. Die derzeit diskutierte Hochschullehrerdienstrechtsreform will die Besoldung der Professoren flexibilisieren – und darüber lässt sich reden. In Zeiten harten Wettbewerbs um Spitzenkräfte muss der Universitätsbereich reagieren können. Wenn in der öffentlichen Diskussion der Eindruck erweckt wird, Professoren sollten nun endlich nach Leistung bezahlt werden, so bringt dies freilich einen bösen Zungenschlag in die Debatte. Harter Wettbewerb ist im Hochschulbereich kein Fremdwort: beim Zugang zur Professur, bei Berufungs- und Bleibeverhandlungen und auf den Forschungssektor. Die Problematik liegt darin, dass die Lehre in das Anreizsystem nicht hinreichend eingebunden ist. Die angesprochene Reform birgt freilich, da sie kostenneutral sein soll, das hohe Risiko des Ausblutens wichtiger Teile des Gesamtsystems in sich. Hochbezahlte attraktive außeruniversitäre Berufsfelder gemahnen, den Idealismus der Beteiligten nicht über Gebühr zu strapazieren.

4. Die bereits angesprochene Studiendauer stellt sich als Problem dar, wenngleich nicht in dem suggerierten Ausmaß. Von den 1,35 Mill. Studierenden an deutschen Universitäten studierten die Examensjahrgänge 1998 durchschnittlich 6,7 Jahre, wobei sie ein in der Tat zu hohes Abschlussalter von 28 Jahren hatten.[13] Bemerkenswert ist, dass das durchschnittliche Alter der Studienanfänger 1998 bei den Männern 21,5, bei den Frauen 20,9 betrug.[14] Ehe man sich auf das Abenteuer zwangsweiser Umstellung auf das für uns neue gestufte Konzept einlässt, wäre zu überlegen, ob man nicht zumindest auch hier ansetzen könnte. Die derzeit in einigen Ländern angegangene Verkürzungen der Gymnasialzeit auf 8 Jahre ist dazu gewiss ein Beitrag. Betrug doch das Durchschnittsalter deutscher Abiturienten 1996 im früheren alten Bundesgebiet 20,1 Jahre.[15] Auf weitere Maßnahmen werde ich unter dem Stichwort „Freischuss“ noch zu sprechen kommen, und auch die Wehrpflicht und Studiengebühren gehören zu diesem Thema. Eine Reduzierung des Abschlussalters von Universitätsabsolventen auf 25 Jahre erscheint daher auch im Rahmen der traditionellen Universitätsabschlüsse möglich. Die notwendige Erhöhung der Studierquote ist aber damit natürlich noch nicht geschafft.

5. Auch die Ausbildung des Hochschullehrernachwuchses steht unter öffentlicher Kritik: zu lange Unselbständigkeit und zu alt. Die 1998 Habilitierten hatten ein Durchschnittsalter von 39,9 Jahren.[16] Die Regierung will gar die Habilitation – angeblich Quelle allen Übels – praktisch verbieten, was ein verfassungsrechtliches Abenteuer ist. Der Juniorprofessor soll das Heilmittel sein – trotz schlechter Erfahrungen mit dem Assistenzprofessor in den 70-er Jahren. Auch hier ist die Diskussion wieder typisch deutsch mit der Habilitation als Popanz. Für viele Bereiche spielt sie derzeit keine Rolle, für andere führt sie auch bei Nichterreichen einer Professur nicht ins berufliche Abseits. Im Kern geht es um die Geistes- und Sozialwissenschaften, für die „das zweite Buch“ wichtig ist, das Zeit und Einbindung in das wissenschaftliche Umfeld erfordert, übrigens auch in den USA. Missbrüche der Abhängigkeit kann man wohl leider nicht völlig ausschließen, und so ist der Juniorprofessor als zusätzlicher Weg zum Hochschullehrer gewiss diskutabel, wenngleich in der deutschen Hochschulstruktur schwierig – insoweit dürften erhebliche Unterschiede zum amerikanischen System bestehen. Als einziger Weg zu Professur würde der Juniorprofessor aber die Chancen des wissenschaftlichen Nachwuchses derzeit eher beträchtlich erschweren. Dass der wissenschaftliche Nachwuchs als sog. Postdoc häufig vorübergehend in den USA arbeitet, sollten wir im Übrigen i. S. zusätzlicher Bereicherung begrüßen und nicht kritisieren. Vielmehr muss es darum gehen, in adäquater Weise ausländische Wissenschaftler befristet ins Inland zu holen.

V. „Benchmark“ USA

Die USA gelten als Vorbild. Daher einige weitere Bemerkungen zu dem dortigen Hochschulbereich, der sich recht vielfältig darstellt. Wenn man ihn auf der Grundlage der Bevölkerungszahl mit Deutschland vergleicht, muss man etwa durch 3,5 dividieren.

In den USA geht man von ca. 15 Mill. Studierenden aus[17], was an sich der Zahl von 4,3 Mill. Studenten für Deutschland entspräche.[18] Der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist im Altersbereich 18 – 21 Jahren in den USA mehrfach höher als in Deutschland, im Alter von 26 – 29 Jahren aber offenbar vergleichbar.. Abschlüsse im Bereich Master, Doktorate und Professionals haben in den USA eine Größenordnung von jährlich etwa 0,5 Mill.[19]; die Zahl entsprechender Abschlüsse in Deutschland an Universitäten hat eine Größenordnung von 156.000[20] und ist damit vergleichbar. Demgegenüber haben die USA weitaus mehr Abschlüsse im Bereich Bachelor und darunter, als wir in Deutschland Fachhochschulabschlüsse. Dem entspricht es, dass in den USA 1990 der Anteil der erwachsenen Bevölkerung mit Bachelor-Abschlüssen fast doppelt so hoch war wie der mit Abschlüssen auf Master-Ebene.[21] Das Ausbildungsniveau ist dabei in Deutschland, unterteilt in Universitäten und Fachhochschulen, relativ einheitlich, variiert in den USA hingegen stark nach oben wie nach unten.

Etwa 75 % der amerikanischen Studierenden sind in öffentlichen Hochschuleinrichtungen eingeschrieben, und nur 25 % in privaten, wobei sich der Unterschied nivelliert. Öffentliche Universitäten haben nicht unbeträchtliche Privateinnahmen, und private Universitäten erhalten öffentliche Zuschüsse. Spitzenuniversitäten gibt es in beiden Bereichen, ebenfalls Studiengebühren, die aber bei den Privatuniversitäten grundsätzlich höher sind.

Zusammengefasst zeigt das Bild der USA: mehr Abschlüsse unterhalb unserer Universitätsabschlussebene, mehr Freiraum mit Chancen und Risiken für die Universitäten, ein breiteres qualitatives Spektrum mit herausragenden Spitzen, Universitätsräte, mehr Geld und Studiengebühren.

VI. Was wird getan, und was könnte getan werden?

1. Die häufig vorgeschlagene Lösung heißt Privatisierung der Universität. Aber dieser Weg ist praktisch versperrt, das Ziel überdies wohl auch nicht wünschenswert. Selbst in den USA sind private Universitäten in der Minderheit, und es gibt auch dort hervorragende staatliche Universitäten.

Private Universitäten wie Bremen, Bruchsal und Witten/Herdecke und private wirtschaftswissenschaftliche Hochschulen in Deutschland bilden nur einen kleinen Teil der Studierenden aus.[22] Eine wesentliche Veränderung ist nicht in Sicht, schon aus Mangel an Kapital. Auch die von der Wirtschaft für die Managerfortbildung geplante private Elitehochschule in Berlin[23] ändert daran insgesamt nichts. Zur Größenordnung: Die Harvard-Universität in Bosten, Massachusetts, hatte 1998 etwa ein Stiftungskapital von ca. DM 26 Milliarden[24], der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft verwaltet ein Stiftungskapital von knapp DM 2 Milliarden für ganz Deutschland. Selbst bei Berücksichtigung der Existenz weiterer Stiftungen, wie etwa der VW-Stiftung und der derzeitigen Förderung des Stiftungswesens sind die Abstände so beträchtlich, dass eine generelle Systemveränderung in überschaubarer Zeit ausgeschlossen erscheint.

2. Gleichwohl ist man sich in Deutschland in einem Punkt zu Recht weitgehend einig. Man braucht Entstaatlichung und mehr Flexibilität im Universitätsbereich. Man braucht weniger Gremien und weniger Mitbestimmung der Gruppen (hier besteht allerdings keine Einigkeit). Man braucht Professoren und Studierende, denen die Arbeit Freude macht. Und man braucht schließlich einen Grundkonsens hinsichtlich der Optimierung von Forschung und Lehre als zentraler Aufgabe der Universität, die alle ihre Mitglieder in Pflicht nimmt.

Da weder mehr Staat noch die generelle Privatisierung der Universitäten für die weitere Entwicklung in Deutschland in Betracht kommen, kann es für die Bewältigung der Aufgaben nur um einen Mittelweg gehen. Insoweit gibt es gesetzliche Änderungen und Aktivitäten der Universitäten in unterschiedlichen Stadien der Realisierung:

a. Zielvereinbarungen zwischen Universität und Land sollen den Universitäten erweiterte Autonomie gewährleisten und zugleich die Verantwortung der Universität gegenüber dem Geldgeber festmachen. Das Konzept scheint im Ansatz richtig, wenngleich nicht aus den Augen verloren werden darf, dass Universitäten nicht einfach Dienstleistungsunternehmen sind, dass vielmehr die Grundlagenforschung und auch die Pflege sog. Orchideenfächer zu ihren genuinen Aufgaben gehören. Doch stellt sich die Frage, ob die Universität bzw. die Universitätsleitung nach innen zur effektiven Wahrnehmung der erweiterten Autonomie und gegenüber dem Land zur hinreichenden Interessenvertretung wirklich in der Lage ist.

b. Um die Schere zwischen internen Aufgaben und innerer Struktur der Universität zu schließen, wird seit einiger Zeit die Stellung der Universitätsleitung und der Dekane verstärkt, der Einfluss der Gremien insbesondere auf die Mittelverteilung reduziert. M. E. ist dies noch nicht ausreichend. Es bedarf vielmehr einer zusätzlichen Abstützung der Universitätsleitung nach innen wie nach außen. Die bisherigen faktisch einflusslosen Kuratorien sind dazu nicht geeignet. In den USA spielen insoweit Universitätsräte (board of trustees) eine wichtige Rolle, und hier könnte Nachahmenswertes liegen, unter der Voraussetzung, dass der Universitätsrat aus wenigen engagierten Persönlichkeiten besteht, die man natürlich nur gewinnt, wenn diese echte Kompetenzen besitzen. Im Saarland versucht man einen solchen Weg zu gehen, mit einem spezifischen Konzept[25], das seinerzeit vom Senat der Universität grundsätzlich akzeptiert worden war.

Universitätsräte mit Handlungskompetenz wie auch die Verstärkung der Stellung der Amtsträger werfen freilich noch unbeantwortete Akzeptanzfragen bei den Universitätsmitgliedern auf.

c. Unterhalb der Universitätsverfassung sind vielfältige Veränderungen erfolgt oder in Vorbereitung: Übergang von der Kameralistik zur Budgetierung, Steigerung der Transparenz durch Einführung der bislang in den Universitäten nicht üblichen Kosten-Leistungsrechnung, Verrechnungspreise für die Nutzung von Räumlichkeiten und schließlich Systeme leistungsbezogener Mittelverteilung sowohl im Verhältnis zwischen dem Finanzier Land und der Universität als auch innerhalb letzterer; dies bringt vor allem angesichts der Mittelknappheit vielfältige Schwierigkeiten, erlaubt aber gleichwohl auch innerhalb der Universität eine gewisse Steuerung im Hinblick auf gewünschte Ziele. Mit zunehmender Globalisierung der Universitätshaushalte gewinnen die angesprochnen Fragen erheblich an Gewicht.

d. Ob neu eingeführte Studiendekane sich bewähren, ist noch eine offene Frage. Studienpläne sind aber zwischenzeitlich für viele Fächer an den Universitäten gestrafft worden, so dass die Verkürzung der Studiendauer möglich ist. Dass diese nicht nur von den Studienbedienungen abhängt, sondern auch von der Motivationslage der Studierenden, zeigt der im Fach Rechtswissenschaft vor einigen Jahren eingeführte sog. Freischuss, eine Privilegierung des zügigen Studiums. Diese Maßnahme führte bei sonst im wesentlichen unveränderten Studienbedingungen zu einer drastischen Senkung der Studiendauer in diesem Fach; sie ging bundesweit von 11,8 Semestern im Jahre 1991 auf 8,9 Semester im Jahre 1998 zurück[26] – Aber not tut auch eine Entstaatlichung der Aufsicht über Studienangebote, um der Konsensbarriere der Kultusministerkonferenz zu entkommen. Für die dann anderweit notwendige Qualitätskontrolle wurden zwischenzeitlich Akkreditierungsverfahren erprobt sowie Evaluierungsverbünde geschaffen.

e. Fast alle aufgeführten Veränderungen sind mit Anfangsschwierigkeiten und Belastungen für die Betroffenen verbunden. Dass man gleichwohl die Akzeptanz der Akteure gewinnt, bleibt eine wichtige Aufgabe. Ist doch die Motivation der Beteiligten im Wissenschaftsbereich von noch weitaus größerer Bedeutung als in der gewerblichen Wirtschaft.

3. Fehlende Anreize im Bereich der Lehre werfen zwangsläufig die Frage nach Studiengebühren auf, die zugleich die allgemeinen Finanzierungsprobleme mildern könnten. Studiengebühren sind ein Reizwort, über das innerhalb der Universität zu diskutieren, zu Protesten führt. Einzelne Bundesländer, u.a. das Saarland, sind derzeit dabei, zumindest für Langzeitstudenten solche Studiengebühren einzuführen. Dass die Universität speziell an Langzeitstudenten soll verdienen können, ist allerdings ein wenig absurd.

Die Universitäten selbst sind bekanntlich rechtlich nicht befugt, Studiengebühren für Studiengänge einzuführen, die zum ersten berufsbezogenen Studienabschluss führen.

Wenngleich vom jüngsten SPD-Parteitag gerade abgelehnt, werden Studiengebühren m. E. kommen, und sie sollten auch kommen, freilich unter der Randbedingung mäßiger Höhe und verbunden mit einem Stipendienkonzept, das gewährleistet, dass niemand aus finanziellen Gründen vom Studium ausgeschlossen bleibt. Entsprechende Konzepte gibt es. Umfragen zeigen im Übrigen, dass derartige Studiengebühren bei entsprechenden Randbedingungen nicht einmal von der Mehrheit der jüngeren Studierenden abgelehnt würden.[27] Für die institutionelle Vertretung der Studierenden sind sie freilich ein casus belli.

Ob Studiengebühren aus Gründen der Gerechtigkeit geboten sind, weil sonst der Hilfsarbeiter das Studium der Tochter des Generaldirektors finanziert, lasse ich offen. Ungerecht sind sie jedenfalls nicht. Dass der Einfluss von Studiengebühren angesichts der notwendigen Steigerung der Studentenzahlen nicht risikolos ist, ist mir allerdings bewusst.

Als Steuerungsmittel für die Universität zwecks Höherstufung der Lehre sind aber Studiengebühren unerlässlich. Und in unserer heute konsequent materialistisch orientierten Gesellschaft, in der weitgehend nur Geldwertes zählt, dient es letztlich auch dem Studenten, dass er zumindest anteilig zahlt und demgemäß eine Leistung fordern kann, statt staatlich-universitäre Wohltaten zuweilen ein wenig gleichgültig entgegenzunehmen. Vielleicht reduzieren Gebühren auch die Studienabbruchquote.

Dass die zusätzlichen Gelder dringend benötigt werden, steht außer Frage. Als vor einigen Jahren die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Berlin unter Polizeischutz über Studiengebühren diskutierte, hat sie sich dagegen ausgesprochen, und ich will nicht verschweigen, dass ich selbst damals auch deutlich gegen Studiengebühren votiert habe. Die HRK hatte diese Position nicht zu letzt deshalb eingenommen, weil man befürchtete, die Finanzminister würden die Gelder an anderer Stelle den Universitäten wieder abziehen, so dass letztlich die Studenten nur allgemeine Finanzlöcher stopfen müssten. – Ohne Veränderung des rechtlichen Rahmens durch die Politik sind die Universitäten jedenfalls in der Frage der Studiengebühren nicht handlungsfähig.

VII. Ich fasse zusammen:

Die Aufgaben der Universitäten haben sich geändert, haben zugenommen und werden weiter zunehmen. Die Anpassung ihrer gesetzlich geregelten Strukturen hat mit dieser Änderung nicht Schritt gehalten. Sie ist dringlich, und in diesem Zusammenhang dürften m. E. Hochschulräte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Zukunft der Universitäten in Deutschland liegt im Übrigen weder in der Privatuniversität noch in der vom Staat an der engen Leine geführten öffentlichen Universität, sondern in einer weit verstandenen Hochschulautonomie, bei der die interne Steuerung der Universität ausgebaut und die staatliche Lenkung zurückgenommen wird. Die Universität sollte soweit wie möglich dem Wettbewerb, speziell auch um Studenten, ausgesetzt sein.

Ein schwer durchschaubares Konfliktfeld liegt vor dem Hintergrund der Unterfinanzierung der Universitäten in Deutschland in vielfältigen Antinomien: 2-stufiges angloamerikanisches System Bachelor/Master vs. Diplom/Magister; Universität vs. Fachhochschule; Habilitation vs. Juniorprofessor. Die Diskussion erinnert zuweilen an Glaubenskämpfe. Eine Prognose fällt schwer. Auch hier sollten wir m. E. den Wettbewerb das richtige entdecken lassen. Defizite bei der Gesamtzahl der Studierenden kann man jedenfalls nicht dadurch beseitigen, dass man bei der Zahl der Universitätsabschlüsse auf der jetzigen Ebene zusätzliche Defizite herbeiführt.

Spezielle Schwächen besitzt das derzeitige System, abgesehen von seinen Finanzierungsdefiziten, bezüglich geeigneter Anreize für die Lehre. Studiengebühren mit entsprechenden sozialen Rahmenbedingungen versprechen hier Verbesserungen. Ihre Einführung ist derzeit durch Tabuisierung blockiert.

Die Universitäten sind derzeit trotzdem nicht untätig, sondern befassen sich in vielen Einzelmaßnahmen mit der Verbesserung der Situation. Gleichwohl ist eine etwas miesepetrige Grundstimmung in den Universitäten und diesen gegenüber nach wie vor fühlbar.

Wünschenswert wäre schon deshalb, um das Wort des Altbundespräsidenten Herzog nochmals aufzunehmen, ein „Ruck“ im Bereich der Universitäten - aber nicht nur in diesem Bereich.


[*] Vortrag vor dem Lions-Club Seeheim/Bergstraße vom 6.12.2001

[1] „Best Practice-Preis 2001“ des Centrum für Hochschulentwicklung CHE.

[2] Auswertung der OECD-Studie „Education at a Glance“ durch die Kultusministerkonferenz, Sekretariat der KMK vom 13.6.2001, S. 9, 26 betr. Definition Tertiärbereiche A und B.

[3] AaO. S. 29.

[4] AaO. S. 29 f.

[5] aaO. S. 16.

[6] aaO. S. 14.

[7] 1997 insgesamt ca. 50 Milliarden DM, in denen aber ca. 23 Milliarden für die Hochschulmedizin einschließlich Krankversorgung enthalten sind; bmbf Grund- und Strukturdaten 1999/2000, S. 245.

[8] ZAW-Jahrbuch Werbung in Deutschland 2001.

[9] vgl. Entschließung des 179. Plenums der Hochschulrektorenkonferenz vom 9.7.1996.

[10] dpa, 14.10.2001.

[11] Vgl. Studienführer test Spezial, Chemie und Wirtschaftswissenschaften, Sonderheft der Stiftung Warentest, 1997/98, mit vielfältigen aufschlussreichen Einzelangaben.

[12] Mewes in: Das deutsche und das amerikanische Hochschulsystem, hrsg. von H. Breinig u.a., 2001, S. 195, 201.

[13] bmbf S. 242.

[14] bmbf S. 172.

[15] bmbf S. 92.

[16] bmbf S. 236 f.

[17] Hierzu und zu den nachfolgenden Zahlen vgl. Glidden, in: Das deutsche und das amerikanische Hochschulsystem, S. 123 ff.

[18] Tatsächlich nur 1,8 Mill.; der Unterschied erklärt sich zum Teil durch Breite des amerikanischen Hochschulsystems, das sich auch insoweit vom deutschen unterscheidet.

[19] Vgl. hierzu The Chronicle of Higher Education, Almanac Issue, August 1999, Vol. XLVI, Nr. 1 S. 32.

[20] bmbf, S. 208.

[21] Vgl. insoweit Cronicle of Higher Education S. 25.

[22] der Anteil privater Universitäten dürfte im Promille-Bereich, der sonstiger privater Hochschulen im einstelligen Prozent-Bereich liegen.

[23] FAZ vom 16.11.01.

[24] The Cronicle of Higher Education, S. 40.

[25] Ähnlich TU-München, Universität Mannheim.

[26] Wissenschaftsrat, Fachstudiendauer an Universitäten, für das Prüfungsjahr 1991 (1994) und 1998 (2001).

[27] Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen, forsa, Juli 2000 – wiedergegeben beim CHE mit Datum 3.7.2000, www.berlinews.de/archiv/1153.shtml.


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