Eule
S a a r b r ü c k e r   B i b l i o t h e k

(http://www.jura.uni-sb.de/projekte/Bibliothek)

Erstveröffentlichung:
Mélanges à mémoire du Prof. Alfred Rieg
(Publications de la Faculté à Strasbourg),
Bruxelles (: Bruyant) 1999


Filippo Ranieri



Einige Bemerkungen zu den historischen Beziehungen zwischen deutscher Pandektistik und italienischer Zivilrechtswissenschaft:
Die Lehre des Rechtsgeschäfts zwischen 19. und 20. Jahrhundert





Zum Abschnitt:    >I<   >II<   >III<   >IV<   >V<




Eine monographische und übergreifende Darstellung der Beziehungen zwischen italienischer und deutscher Zivilrechtswissenschaft in den letzten 100 Jahren fehlt noch. Es handelt sich dabei um ein grundlegendes Kapitel der Geschichte des italienischen Privatrechts, das seit dem Ende des 19.Jahrhunderts eine zunehmende Verdrängung des Einflusses des französischen Rechts zugunsten der deutschen Rechtsdogmatik erlebt hat.[1] Seit wenigstens zwei Jahrzehnten ist diese kulturelle Orientierung der italienischen Zivilrechtswissenschaft nunmehr weitgehend zu Ende. Das anglo-amerikanische Modell scheint heute das Interesse der italienischen Juristen zunehmend zu monopolisieren. Es bietet sich deshalb an, aus der Perspektive einer historisch orientierten Rechtsvergleichung über die Gründe, die Modalitäten und die Folgen dieses nunmehr abgeschlossenen Kapitels einer europäischen Rechtsrezeption nachzudenken. Die Schilderung der kulturhistorischen Bedingungen, unter denen die Rechtskategorien etwa von “Rechtsgeschäft”, “Willenserklärung”, “Vollmacht” aus der Dogmatik der deutschen Pandektistik Ende des 19.Jahrhunderts Eingang in die italienische Rechtsliteratur fanden, wird uns Gelegenheit bieten, über Kontinuitäten und Ambivalenzen nachzudenken, welche die Beziehungen der italienischen Juristen zur deutschen Zivilrechtswissenschaft bis heute charakterisieren.


Bis Mitte des 19.Jahrhunderts, z.Zt. der italienischen präunitarischen Staaten, bleibt die italienische Rechtskultur fast ausschließlich am Modell des französischen Rechts, insbesondere der Napoleonischen Kodifikationen, orientiert. Mit Ausnahme von Lombardei Venetien, wo seit 1814 das österreichische ABGB in Kraft war, galt der französische Code Civil unmittelbar oder mittelbar fast auf der ganzen italienischen Halbinsel. Die französischen Gesetzbücher waren bekanntlich in der napoleonischen Zeit in Italien eingeführt worden. Sie waren zwar nach der Restauration fast in allen präunitarischen Staaten wieder außer Kraft gesetzt worden; in den darauffolgenden Jahrzehnten führten die italienischen Territorien jedoch Gesetzbücher, vor allem Zivil- und Handelsrechtskodifikationen, ein, welche weitestgehend dem französischen Modell des Code Civil und dem des Code de Commerce entsprachen und z.T. nur eine wörtliche Übersetzung darstellten. Selbst in den zwei Territorien, in denen noch das ältere Römische Gemeine Recht galt, nämlich im Großherzogtum Toscana und im Kirchenstaat, behielt das französische Recht in einer Reihe von privatrechtlichen Sondergesetzen beträchtlichen Einfluß[2]. Die Rolle des französischen Code Civil als Modell für die italienischen Zivilrechtskodifikationen erklärt zugleich die Ausstrahlungskraft der französischen Rechtsliteratur in jenen Jahrzehnten. Nahezu alle wichtigen Werke der französischen Kommentatoren der Zeit, z.T. sogar die großen Repertorien und Rechtsprechungssammlungen, erfuhren seit den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts Übersetzungen ins Italienische[3]. Gesetzeskommentare, Rechtsliteratur und Gerichtspraxis nahmen deshalb in den einzelnen präunitarischen Staaten durchgehend und unmittelbar Bezug auf das damalige französische Recht[4]. Zum Zeitpunkt der politischen Einigung, Mitte des Jahrhunderts, welche bezeichnenderweise unter französischem Einfluß stattfand, kann man deshalb bei einer realistischen Betrachtung durchaus von einer “mittelbaren” Geltung des französischen Rechts, insbesondere des französischen Privatrechts, auf der italienischen Halbinsel sprechen.

Gerade in jenen Jahren können wir aber auch die ersten Anzeichen für eine tiefgreifende Neuorientierung der italienischen Rechtskultur beobachten, welche das damalige deutsche Schrifttum zum Römischen Recht zu entdecken beginnt. Die formelle Weitergeltung des Römischen Gemeinen Rechts, vor allem im Großherzogtum Toscana und im Kirchenstaat, sowie die damalige europäische Ausstrahlung der deutschen Universitäten[5] scheinen am Anfang dieser Entwicklung gestanden zu haben. Andernorts habe ich Gelegenheit gehabt, die Anfänge von solchen ersten wissenschaftlichen Kontakten zwischen deutschen und italienischen Romanisten nachzuzeichnen[6]. Es waren bezeichnenderweise toscanische Professoren des Römischen Rechts, die ersten italienischen Juristen, die bereits Ende der 40er Jahre in brieflichem und wissenschaftlichem Kontakt zu dem damals berühmtesten deutschen Rechtsgelehrten standen, Friedrich Carl v. Savigny, Professor des Römischen Rechts in Berlin. Hier seien etwa die Namen von Pietro Capei, Federico Del Rosso und vor allem von Pietro Conticini genannt - alle damals Professoren an den toscanischen Universitäten von Pisa und Siena. Conticini hatte in den 30er Jahren selbst die Universitäten Heidelberg und Berlin besucht und als Student im Wintersemester 1835/36 Savigny in Berlin gehört. Er trat auch als einer der ersten Übersetzer der Savigny’schen Werke in Italien hervor. Aus der Mitte des Jahrhunderts stammen nämlich auch die ersten italienischen Übersetzungen von damaligen deutschen romanistischen Werken. Der “Besitz” von Savigny wird von Conticini selbst auf der Grundlage der sechsten deutschen Auflage im Jahre 1839 ins Italienische übersetzt. Eine erste vollständige Übersetzung des “Systems des heutigen Römischen Rechts” erscheint durch Moschitti 1847 in Neapel. In denselben Jahren besorgt Turchiarulo eine italienische Ausgabe der “Institutionen” von Puchta. Damit beginnt in der Tat ein neues Kapitel der italienischen Rechtsliteratur: In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts erscheinen in italienischer Sprache die meisten der damaligen wichtigsten deutschen Lehrbücher zum Pandektenrecht[7]. Es sind vor allem junge italienische Romanisten, welche z.T., wie etwa Filippo Serafini, an deutschen Universitäten studiert und promoviert hatten, die solche Arbeiten besorgen. Dieser übersetzt z.B. die Pandekten von Arndts; die Pandekten von Dernburg werden von Cicala ins Italienische übertragen; im Jahre 1886 besorgt Vittorio Scialoja eine neue italienische Übersetzung des Savigny’schen “Systems”; das Handbuch des französischen Zivilrechts von Zachariae und Crome wird von Ludovico Barassi in Italien importiert. Höhepunkt und in gewisser Weise Abschluß dieser italienischen pandektistischen Übersetzungsliteratur stellt die monumentale Übersetzung ins Italienische des Lehrbuchs der Pandekten von Bernhard Windscheid Ende des Jahrhunderts dar. Die zwei Herausgeber, die italienischen Romanisten Carlo Fadda und Paolo Emilio Bensa versehen das Werk mit umfangreichen Anmerkungen und Kommentaren. Mit diesen “note” erlangt die italienische Übersetzung auch in der deutschen Rechtsliteratur Beachtung und wird gar in der letzten, neunten Auflage des Lehrbuchs durch Theodor Kipp mitberücksichtigt: Die italienische Romanistik ist tatsächlich Ende des 19.Jahrhunderts nunmehr weitgehend in die deutsche Pandektistik integriert[8].

Auf der italienischen Halbinsel galt jedoch nicht wie in den meisten der damaligen deutschen Territorien das Römische Gemeine Recht als subsidiäre Rechtsquelle. Nur im Großherzogtum Toscana und z.T. im Kirchenstaat waren die Quellen des älteren “jus commune” wenigstens formell in Geltung geblieben. Der neue italienische Staat setzte 1865 eine neue Zivilrechtskodifikation in Kraft. Diese war weitgehend dem Modell des piemontesischen “codice albertino” von 1837 nachgebildet und insoweit weitestgehend dem französischen Code Civil verpflichtet. Gesetzeskommentare und Gerichtspraxis waren deshalb auch in den Jahrzehnten nach der staatlichen Einheit ausnahmslos am französischen Recht orientiert. Damit wird das zentrale Problem für die damalige italienische Rechtswissenschaft sichtbar: Wie sollte die Heranziehung der Lehren der damaligen deutschen Pandektisten gerechtfertigt werden, wenn sie keine unmittelbaren Anhaltspunkte in den Vorschriften des damaligen Zivilgesetzbuchs hatten? Nicht nur manche Rechtsinstitute des französischen Rechts hatten die Lösungen in den römischen Quellen verlassen, sondern vor allem die Sprache, die Systematik und die Begrifflichkeit der deutschen Pandektistik stellten einen regelrechten Fremdkörper im Verhältnis zur Sprache, Lösungen und Rechtskategorien aus den geltenden Gesetzesartikeln dar. Die Analyse der argumentativen Rechtfertigungsstrategien, wodurch diese junge Generation italienischer Universitätsprofessoren eine solche Aporie zu bewältigen suchte, stellt ein beachtenswertes und wichtiges Kapitel in der Geschichte der Rezeption ausländischer Rechtsmodelle in Europa dar.


Die erste Generation von italienischen Romanisten, die zunächst Kontakt zur Literatur der deutschen historischen Rechtsschule hatte, kam, wie bereits erwähnt, aus Territorien, in denen - wie etwa im Großherzogtum Toscana - die gemeinrechtliche Praxis noch fortlebte. Das rechtswissenschaftliche Schrifttum und die Judikatur der “Rote” knüpften hier noch Mitte des Jahrhunderts an die ältere italienische gemeinrechtliche Praxis des 17. und 18.Jahrhunderts an. Eine nähere Analyse der damaligen toscanischen Rechtsliteratur offenbart in der Tat auch die Ambivalenz dieser ersten Begegnung mit der deutschen Pandektistik. Savigny und seine Zeitgenossen wurden zunächst offenbar nur als eine weitere gemeinrechtliche Autorität aus einem literarischen Traditionszusammenhang verstanden und herangezogen. Man erkannte wohl nicht sofort, welchen Traditionsbruch die deutsche historische Rechtsschule darstellte. Manche Lehren von Savigny - etwa zur “iusta causa traditionis” oder zur Rechtsnatur der juristischen Person - wurden wohl zitiert und herangezogen; man gewinnt jedoch gelegentlich den Eindruck, daß man dies zunächst nur im Zusammenhang mit der älteren gemeinrechtlichen Tradition sah und deshalb zunächst nicht den revolutionierenden Charakter der Savigny’schen Begriffsbildung erkannte[9]. Dies gilt vor allem für die Lehren aus dem Allgemeinen Teil, zur Theorie der Willenserklärung etwa und des Rechtsgeschäfts. Eine Durchsicht und eine Analyse der ersten zeitgenössischen italienischen Übersetzung bestätigen diesen Eindruck. Dies gilt vor allem bei manchen Mißverständnissen und Fehlern in der Übersetzung der neuen juristischen Begrifflichkeit. Wenn man nämlich über die grundsätzlichen Äußerungen hinaus auch die Sachdarstellungen dieser Autoren genau liest, gewinnt man häufig den Eindruck, daß sie die eigentliche schöpferische Novität des savignyschen “Systems” nicht bewußt und konsequent mitvollzogen haben. Nicht mitvollzogen wird zunächst insbesondere die savignysche eigentümliche neue Konstruktion des Stoffes, die bewußte schöpferische Selektierung der Quellen nach Stellenwert und Leistung im System. Bereits die damaligen unzulänglichen Übersetzungen[10] des Titels des “Systems des heutigen römischen Rechts” sind symptomatisch für diese Mißdeutung des savignyschen Werkes. “Diritto romano” ist nicht das savignysche “heutige römische Recht”; statt einer allgemeinen Theorie des modernen Zivilrechts wurde bei Savigny zunächst nur eine Darstellung der historischen Quellen des römischen Rechts gesucht. Auch die dogmatischen Schöpfungen von Savigny wurden weitgehend mißverstanden. Anschaulich läßt sich dies z.B. bei der Behandlung der Lehre der “justa causa traditionis” darlegen[11]. Del Rosso scheint die Ausführungen von Savigny bereits zu kennen - “La causa della tradizione” - führt er aus - “è nella traslazione della proprietà; ... è necessario che apparisca il motivo che induce il proprietario a trasferire il dominio. Questo motivo è la causa della tradizione”[12]. Savigny wird zwar ausdrücklich zitiert, seine eigentümlich schöpferische Konstruktion jedoch, daß die Übergabe, die in Erfüllung eines Kaufvertrages oder eines anderen auf Eigentumswechsel gerichteten Vertrages erfolge, nicht bloß ein rein tatsächlicher Vollzugsakt sei, sondern einen wahren “dinglichen” Vertrag enthalte, bleibt ganz unerwähnt[13]. In der Tat war der Gedanke, die “justa causa traditionis” als Erscheinungsform des auf Eigentumsübertragung gerichteten Willens anzusehen, nicht eine originelle Savigny-Leistung; gewisse Vorbilder gab es bereits bei Donellus[14], der ebenfalls von Del Rosso ausdrücklich zitiert wird[15]. Savigny bietet insoweit dem toscanischen Juristen kein Modell dogmatischer Konstruktion mehr, sondern nur eine weitere Autorität aus einem Traditionszusammenhang. Auch die spätere italienische Literatur setzte übrigens diese mißverständliche Heranziehung der savignyschen Auffassung zur “justa causa traditionis” fort, ohne ihren Zusammenhang zur Lehre des dinglichen Vertrags zu erwähnen und zu verstehen[16]. Erst Ende des Jahrhunderts bemerkt Vittorio Scialoja in seiner Übersetzung ausdrücklich dazu, “la denominazione contratto reale può generare confusione ... i contratti reali, dei quali qui si parla” - führt zutreffend Scialoja aus - “sono tali perchè direttamente si riferiscono a diritti reali che si costituiscono, trasmettono, modificano o estinguono”[17]. Man erkennt hier die Genauigkeit einer neuen pandektistisch geschulten Begriffssprache, welche der damaligen zeitgenössischen deutschen Literatur ebenbürtig ist. Damit schlagen wir aber auch bereits in ein zweites Kapitel der Beziehungen zwischen deutscher und italienischer Zivilrechtswissenschaft im 19.Jahrhundert auf.

Erst nach einigen Jahrzehnten beginnen die italienischen Juristen - zumal nunmehr auch die Zivilisten sich für die neue Studienrichtung zu interessieren beginnen - , sich mit der Antinomie zwischen der geltenden italienischen Zivilrechtskodifikation französischer Prägung und den Lehren und der Rechtssprache der als Modell herangezogenen deutschen Pandektenwissenschaft zu beschäftigen. In einer ersten Phase hatten die italienischen Juristen im Werk von Savigny zunächst nur eine weitere Darstellung der historischen Quellen des Römischen Rechts gesucht; nunmehr wird darin auch eine allgemeine Theorie des modernen Zivilrechts gesehen und verstanden. “Può con ragione parlarsi oggidì” - schreibt etwa Carlo Filippo Gabba 1859 “di un diritto privato generale delle nazioni incivilite, il quale consta di moltissimi istituti regolati dovunque dall’istesso punto di vista”[18]. Die Kategorie eines “diritto civile comune moderno, o sia romano attuale” taucht in der italienischen Zivilistik erst einige Jahre später auf. Ende des Jahrhunderts konnte Vittorio Scialoja in der Tat im Vorwort zu der erneuten Übersetzung des Savigny’schen “Systems” programmatisch verkünden: “il libro del Savigny è essenzialmente un trattato di diritto civile, ... noi abbiamo i nostri codici di diritto privato, i quali pure contengono una gran parte di diritto privato romano; è quindi necessario anche per noi di esaminare quanta parte del diritto romano sia ancora, non formalmente, ma sostanzialmente, in vigore.”[19] Eine ganze Generation junger Zivilisten beginnt in den italienischen Universitäten Ende des Jahrhunderts sich umfassend mit den neuen deutschen Lehren des Allgemeinen Teils des Zivilrechts zu befassen. Die Rezeption und Vereinnahmung der damaligen deutschen Begriffsjurisprudenz ist vollständig: die Rechtskategorien, die Rechtsinstitute, die Problembeschreibungen werden konsequent aus den pandektistischen Lehrbüchern entwickelt. Auch in der Rechtssprache entfernen sich die neuen italienischen Werke von der Gesetzessprache der geltenden “codice civile”, welche noch weitgehend vom französischen Recht geprägt war. Neue Wortschöpfungen tauchen deshalb nunmehr in der italienischen Rechtssprache auf: “negozio giuridico” als Übersetzung von “Rechtsgeschäft”, “atto giuridico” statt “Rechtsakt”, “dichiarazione di volontà” als “Willenserklärung”, “procura” als Übersetzung von “Vollmacht” usw. Die damalige pandektistische Begriffsbildung führt zu einer weitgehenden Erneuerung der technischen Sprache der italienischen Zivilisten. Die Widersprüche zum geltenden Recht werden dabei unübersehbar. Dieser Konflikt wird zunehmend mit einer wissenschaftlichen Ablehnung des nationalen Gesetzbuchs bewältigt; dem nationalen Gesetzgeber wird wissenschaftliche und rechtstechnische Rückständigkeit und Fehlerhaftigkeit vorgeworfen. Bezeichend ist etwa, wie Giuseppe Messina im Jahre 1899 bei der Behandlung des Instituts des einseitigen Schuldversprechens dieses Problem sieht: “non resta” - schreibt er - “che lamentare ancora una volta siccome per seguire le orme delle leggi francesi i legislatori nostri abbiano spezzata la patria tradizione dell’istituto”[20]. Die Rechtfertigung für eine solche Vorgehensweise wird in der Überzeugung gefunden, daß sich die nationale italienische Rechtstradition im Römischen Recht und nicht in den napoleonischen Gesetzbüchern befindet. Die neue pandektistische Begriffsbildung wird also als vorpositive rechtswissenschaftliche Voraussetzung angesehen. Das nationale geltende Recht wird darunter subsumiert und daran gemessen. Bezeichnend sind die Ausführungen des bereits zitierten Messina: “il silenzio della legge” - schreibt er fort - “non basta ad escludere l’efficacia di una forma di obbligazione, ove questa non risulti in antinomia coi principi generali desunti dal diritto positivo. Occorre perciò prima di affermare o negare la validità del nostro negozio secondo la legislazione italiana studiarlo nel suo obbietto e nei suoi limiti determinandone gli elementi essenziali e connaturali, i principi che ne informano il contenuto, la posizione che assume nel sistema del diritto privato”[21].


Eine zentrale Stellung in dieser neuen juristischen Begriffsbildung nimmt die Rechtsgeschäftslehre ein. Die pandektistischen Kategorien von Rechtsakt, Rechtsgeschäft, Willenserklärung usw. werden im damaligen italienischen Schrifttum umfassend erörtert. So schreibt Ludovico Barassi im Jahre 1898 in diesem Zusammenhang: “la teoria del negozio giuridico, che è oramai divenuta il caposaldo, il punto di partenza di qualunque trattazione di indole dogmatica nel campo del diritto civile, ha arrecato un notevolissimo contributo alla parte del diritto che concerne i vizi degli atti giuridici. Anzi, stiamo per dire che un’esposizione possibilmente completa e guidata da scopi scientifici delle nullità ha per presupposto indispensabile la nozione di dichiarazione di volontà, quale Savigny ha rilevato per primo nel suo classico Systema del diritto romano”[22]. Manche anderen Autoren bemerken deutlicher den Abstand der pandektistischen Begrifflichkeit zu den nationalen gesetzlichen Vorschriften. “il concetto di negozio giuridico”, schreibt Anfang unseres Jahrhunderts Nicola Coviello, “non si incontra nelle nostre leggi, ed è sconosciuto interamente nella pratica: nelle leggi si parla di contratti, di testamenti ... Sola la dottrina tedesca tenendo conto dei caratteri comuni che presentano vari fatti giuridici volontari, ha elaborato questo concetto per studiare così quali siano le regole comuni a tali fatti e costituirne la teoria generale. Però è da confessare, che, nonostande i molti studi, il concetto di negozio giuridico è assai controverso ... anche per determinare la sua comprensione”[23].

Exemplarisch für den Widerspruch zwischen geltendem Recht und der neuen pandektistischen Lehre eines Allgemeinen Teils des Zivilrechts ist insbesondere das Problem der Stellvertretung. Weder das ältere Gemeine Recht, noch der französische Code Civil und so auch das italienische Zivilgesetzbuch von 1865, kannten eine autonome Behandlung des Rechts der gewillkürten Stellvertretung. Die Vertretung war in der älteren gemeinrechtlichen Perspektive nur eine mögliche Rechtsfolge mancher Verträge, etwa des Auftrags. Erst die deutsche Pandektistik mit der Lehre von Paul Laband entwickelte Mitte des 19.Jahrhunderts die Rechtskategorie einer autonomen Vertretungsbefugnis, die sog. Vollmacht[24]. Diese ist nach der neuen Lehre völlig autonom und getrennt von der internen Rechtsbeziehung anzusehen, welche das Geschäft zwischen Vertreter und Vertretenen im Innenverhältnis regelt. Seit dem Aufsatz von Laband in der “Zeitschrift für Handelsrecht” von 1866 galt es in der Pandektistik als unumstritten, daß es eine autonome Rechtsstellung der Vollmacht und der Vertretungsbefugnis im Rahmen der Rechtsgeschäftslehre gibt. Wie haben die damaligen italienischen Autoren diese Rechtskategorie rezipiert? Im Jahre 1900 erscheint in Deutschland die heute noch klassische Monographie von Johann Hupka, “Die Vollmacht”. Zehn Jahre später publiziert in Italien Angelo Nattini eine ausführliche Monographie zum Thema “La dottrina generale della procura. La rappresentanza”. Der Verfasser beschäftigt sich bezeichnenderweise gleich am Anfang mit dem Problem der “giustificazione logica dell’indagine diretta a porre in chiaro la natura autonoma, persè stante della procura”. “Ciò che maggiormente ostacolò”, schreibt er, “il riconoscimento della autonomia, dell’individualità della procura, fu la pertinace confusione tra rappresentanza e mandato”[25]. Er zitiert bezeichnenderweise die alte französische und italienische Rechtsliteratur mit dem abwertenden Kommentar: “quante inesattezze in poche parole ... la dottrina non brilla del resto per aver analizzato sottilmente la diversità dei concetti di procura e di mandato, al che contribuì potentemente il Cod. Napoleone”[26]. Die wissenschaftliche Alternative liege für den Verfasser in der neuen Begriffsbildung. “La scienza giuridica tedesca in quel gran processo di revisione che operò nel secolo scorso, anatomizzando i rapporti che ci interessano pervenne ad individualizzare i concetti di rappresentanza e di mandato, ed il Cod.civ. dell’Impero rendeva ragione alle esigenze dottrinali consacrando paragrafi distinti e alla rappresentanza in genere e alla procura ed al mandato”[27]. Nach einer ausführlichen Vorstellung der pandektistischen Lehren zum Thema von Laband bis Hupka schließt Nattini die Erörterung mit der Bemerkung: “Giunti a questo punto e ritenute inconsistenti le critiche mosse al concetto del carattere autonomo della procura, passiamo ad esaminare se esso possa sostenersi di fronte al Codice civile italiano”[28]. Die neue deutsche Lehre findet so auch auf diesem Gebiet dadurch Eingang in das italienische Zivilrecht. Einige Jahre später bemerkt Coviello in seinem klassischen Lehrbuch, man solle nicht “confondere l’atto di conferimento del potere di rappresentanza col rapporto giuridico che ne costituisce il lato interiore”[29]. Das Gesetz sei wissenschaftlich ungenau. “Se le regole proprie al conferimento di tale potere si trovano nella legge poste a proposito del mandato, e se la dottrina comune considera il mandato e il conferimento della rappresentanza come equivalenti, ciò si spiega solo perchè il mandato è il negozio giuridico che più ordinariamente contiene quel conferimento; ma non è già che sia il solo...”[30].

Durch dieses Beispiel wird zugleich die Funktion der damaligen Rezeption der deutschen Literatur in Italien verständlich: Die Begriffswelt der Pandektistik, gerechtfertigt durch einen legitimatorischen Rückgriff auf die vermeintliche nationale Tradition des Römischen Rechts, bietet nämlich den italienischen Professoren einen theoretischen Rahmen für eine allgemeine Rechtslehre des Privatrechts, die es ermöglicht, sich von den gesetzlichen Lösungen der geltenden Kodifikation zu emanzipieren und so einen Weg zur Modernisierung des nationalen Privatrechts zu eröffnen. Die europäische Ausstrahlung der gemeinrechtlichen Literatur der deutschen Pandektistik im 19.Jahrhundert dürfte darin ihre wesentliche Grundlage haben[31]. Damit zusammenhängend wird auch die gleichzeitige Verdrängung des Einflusses der französischen Zivilrechtswissenschaft nicht nur in Italien, sondern in der Mehrzahl der damaligen europäischen Länder verständlich. Vor einigen Jahren widmete die “Association Henri Capitant” eine ihrer letzten Tagungen gerade der Problematik der “circulation du modèle juridique français”[32]. Es ist erhellend, was bei dieser Tagung der italienische Zivilist und Rechtsvergleicher Rodolfo Sacco in seinem zusammenfassenden Abschlußbericht bemerkte: “Le vrai rival du modèle français en Europe n’est ni un code ni un législateur. L’Allemagne du XIXe siècle n’est pas soumise à un seul législateur. L’unité du droit n’existe que dans le domaine de la science. Cette science considère comme sa tâche primordiale que d’élaborer des concepts rigoureux”[33]. Das zentrale Problem sei, so Sacco, das Eindringen eines neuen abstrakten und begrifflichen Argumentationsstils in die kontinentaleuropäische Privatrechtskultur. “Cette méthode” (méthode conceptuelle, ou dogmatique, ou systématique)” - so Sacco weiter - “fascine les esprits en Allemagne, et en dehors de l’Allemagne. Vers la moitié du XIXe siècle elle conquiert l’Autriche ... elle conquiert également l’Italie et de l’Italie se rediffuse en Espagne. Lá où la méthode dogmatique arrive, l’influence de la doctrine française s’estompe. Les catégories juridiques, le système, la logique du juriste se renouvellent”[34]. Damit sind wir in der Tat mit dem wahren historischen Hintergrund unseres Problems konfrontiert. Die Entwicklung einer abstrakten, dogmatischen Privatrechtswissenschaft durch die Romanisten in den deutschen Universitäten des 19.Jahrhunderts hatte einen wissenschaftlichen Stil und eine Argumentationskultur sich entfalten lassen, welche in krassem Gegensatz zu der bisherigen Handhabung des Römischen Gemeinen Rechts stand. Der Siegeszug der deutschen Pandektistik auch in Italien und über Italien hinaus auf der iberischen Halbinsel[35] findet darin seinen wesentlichen Grund.


Damit wird aber zugleich die Ambivalenz sichtbar, welche der damaligen Rezeption der deutschen Rechtsliteratur im italienischen Schrifttum innewohnt. Bei näherem Hinsehen kann man in der Tat feststellen, daß die damalige italienische Zivilistik nicht so sehr das deutsche Recht, als vielmehr die begriffliche Methode der deutschen Pandektistik, vor allem der deutschen romanistischen Literatur aus der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, rezipiert hat. Überspitzt könnte man sogar behaupten, daß die sog. Begriffsjurisprudenz ihre wahre Verwirklichung gerade in dieser ausländischen Rezeption erfahren hat. Aus den damaligen deutschen Pandekten-Lehrbüchern wurde von den italienischen Autoren vor allem nicht die gemeinrechtliche Praxis rezipiert, später nicht die Erörterung der Rechtsprechung des Reichsgerichts sowie in gewisser Weise auch nicht die wissenschaftliche Kommentierung der neuen Kodifikation. Der chronologische Abstand zum rezipierten Modell ist hier bedenkenswert: Als die junge italienische Zivilistik sich mit den Problemen des Rechtsgeschäfts, der Willenserklärung, der Vollmacht und anderen Themen des Allgemeinen Teils des Zivilrechts befaßte und die Werke der deutschen Pandektistik und der Väter des BGB verwertete, hatte in Deutschland bereits eine neue methodologische Epoche begonnen. Nach Inkrafttreten des BGB begann in der deutschen Rechtsliteratur eine zunächst fast exegetische Beschäftigung mit dem neuen Gesetzbuch und zugleich auch eine Kritik an der begrifflichen Haltung der früheren Pandektistik. Die Schriften der Vertreter der freien Rechtsschule und die ersten Ansätze der Interessenjurisprudenz bieten ein beredtes Zeugnis für diese neue und folgenreiche methodologische Orientierung der deutschen Zivilrechtswissenschaft. Es ist bezeichnend, daß damals nichts davon in Italien zur Kenntnis genommen wurde[36]. Eine Durchsicht der zeitgenössischen Werke dieser neuen jungen Generation von italienischen Professoren zeigt, daß vor allem die Lehrbücher der Pandektisten und die zivilistische Literatur aus der vorkodifikatorischen Zeit aus Deutschland herangezogen wird. Es ist bezeichnend, daß die Werke nach 1900, etwa die berühmte Monographie von Staub über “Die positive Vertragsverletzung” oder diejenige von Riezler zum “Venire contra factum proprium”, kaum erwähnt werden. Dasselbe gilt für die Rechtsprechung des Reichsgerichts. Diese Tendenz einer selektiven Rezeption des deutschen zivilistischen Schrifttums ist charakteristisch auch für die italienische Literatur der darauffolgenden Jahrzehnte. Die deutschen Autoren der 20er und 30er Jahre, insbesondere die damaligen Vertreter der Interessenjurisprudenz wie Martin Wolf, Philip Heck oder Rudolf Müller-Erzbach, bleiben in den zeitgenössischen italienischen Werken unerwähnt. Dasselbe gilt für die Gerichtspraxis, ein Phänomen übrigens, das bezeichnenderweise bis in die Gegenwart andauert. Gerade diese Beobachtung bestätigt die Vermutung, daß Gegenstand der beschriebenen literarischen und wissenschaftlichen Rezeption nicht so sehr das geltende deutsche Recht gewesen war als vielmehr die begriffliche Methode der deutschen Romanisten des 19.Jahrhunderts. In diesen Jahren der - wie ein italienischer Autor sie genannt hat - “neopandettisti” beginnt zugleich eine wissenschaftliche und rechtskulturelle Entwicklung, die für das italienische Zivilrecht der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts besonders charakteristisch bleiben wird. Der Abstand zwischen der universitären Rechtsliteratur einerseits und dem Schrifttum aus der Praxis zum geltenden Recht andererseits führt zunehmend zu einer Verselbständigung dieser universitären begrifflichen Methodentradition und zu einer zunehmenden Kluft zwischen Universität und Gerichtspraxis. Bezeichnend ist die Kritik eines älteren Juristen wie Pacifici Mazzoni, welcher in einer rückblickenden Betrachtung der letzten Jahrzehnte im Jahre 1929 kritisch feststellt, daß die Rechtsprechung in den neueren Werken nicht mehr zitiert wird: “Lo studio dei tedeschi”, schreibt er, “è di erudizione ... ed è fatto a scopo di cultura scientifica, ... lo studio dei francesi esegesi del diritto ... quale fu costituito dal legislatore e si viene man mano svolgendo a scopo di applicazione nella pratica della vita”[37]. Die italienischen Werke der 20er und 40er Jahre nehmen in der Tat weitestgehend Abstand von der Gerichtspraxis und vom damaligen geltenden Recht. Im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses und des Bemühens dieser Autoren, etwa Betti, Allara, Grassetti u.a., steht damals die begriffliche Konstruktion der Rechtsinstitute, hier insbesondere der Lehre des “negozio giuridico”. Auch der Kontakt zur Begrifflichkeit der deutschen Pandektistik des 19.Jahrhunderts ist inzwischen verlorengegangen[38]. Rückblickend hat Rodolfo Sacco zu Recht hier eine neopandektistische und neosystematische italienische Schule gesehen, welche nur die Methode aus der deutschen Tradition der “Begriffsjurisprudenz” weiterverfolgte, allerdings mit neuen begrifflichen und sprachlichen Rechtskonstrukten[39]. Die Abstraktion und die rein theoretische Ausrichtung dieser Werke mußte unweigerlich zu einer völligen Entfremdung zwischen der damaligen universitären Rechtskultur und der Gerichtspraxis führen. Es handelt sich hier um eine Entwicklung, welche das italienische Privatrecht bis in die 50er und Anfang der 60er Jahre begleitet hat. Es ist bezeichnend, daß die Gerichtspraxis von dieser wissenschaftlichen Richtung kaum beeinflußt wurde. Selbst nach mehr als fünf Jahrzehnten der Beschäftigung mit der Theorie des Rechtsgeschäfts und mit den deutschen Lehren des Allgemeinen Teils des Zivilrechts entschied sich der italienische Gesetzgeber 1942 gegen die Einführung eines Allgemeinen Teils im neuen und heute noch geltenden italienischen Zivilgesetzbuch. Allgemeine Vorschriften zur Rechtsgeschäftslehre wurden bewußt nicht vorgesehen[40] Die Sprache der neuen Kodifikation und die systematische Anlage derselben zeigen jedoch, daß das neue Gesetzbuch auch wesentliche Elemente aus dem BGB übernommen hat[41]. Um nur auf das bereits erwähnte Beispiel zurückzugreifen, regelt die neue italienische Kodifikation das Recht der Stellvertretung als ein autonomes Rechtsinstitut und enthält ausdrückliche Vorschriften über die “procura” als Erteilung der Vertretungsmacht (artt.1387-1400 cod.civ.).



Diese pandektistische und begriffsjuristische Epoche der italienischen Zivilrechtswissenschaft gehört heute der Vergangenheit an. Bereits in den 60er Jahren, vor allem durch Gino Gorla, und spätetens seit den 70er Jahren wird im italienischen Schrifttum sichtbar, daß sich eine neue Generation von Universitätslehrern von der bisherigen theoretischen und abstrakten Orientierung verabschiedet hat. Das zunehmende Interesse für die Rechtsprechung, für die ideologischen und politischen Hintergründe der zivilrechtlichen Regelungen, für die ausländischen Rechtsordnungen und hier insbesondere für das anglo-amerikanische Recht sind eindeutige Indizien für diese neue methodologische Ausrichtung des italienischen Privatrechts. Heute ist die deutsche Pandektistik in Italien weitgehend vergessen. Die italienischen Juristen haben längst ihren Respekt vor dem französischen und dem deutschen Modell abgelegt. Europäische und nicht zuletzt auch anglo-amerikanische Einflüsse stehen nunmehr im Vordergrund. Die historische Erinnerung an diese inzwischen auch in Italien in Vergessenheit geratene Epoche einer “italienischen Pandektistik” kann jedoch noch helfen, manche Einsichten zum heutigen italienischen Recht zu vermitteln und einen Aspekt gemeinsamer europäischer Privatrechtskultur lebendig zu halten.


[1] Die Literatur zur Geschichte der italienischen Privatrechtswissenschaft der letzten zwei Jahrhunderte und zum Einfluß der französischen und deutschen Modelle ist beträchtlich; hier eine erste chronologische Bibliographie: Notice sur l’enseignement du Droit dans les Universités d’Italie, in: Bibliothèque du Jurisconsulte et du Publiciste, par M.M. Birnbaum, Warnkönig, Liège I (1826), p.371-379; F.C. von Savigny, Ueber den juristischen Unterricht in Italien, in: Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaft 6 (1828), p.201-228 und in: Vermischte Schriften IV, Berlin 1850, p.309-342; C.J.A. Mittermaier, Die neuesten rechtswissenschaftlichen Leistungen der italienischen Schriftsteller, in: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft und Gesetzgebung des Auslandes 28 (1856), p.153 ss.; A. Rocco, La scienza del diritto privato in Italia negli ultimi cinquant’anni, in: Riv. di dir. comm., Milano 9, (1911) und in: Studi di diritto commerciale ed altri scritti giuridici, vol.I, Roma 1933, p.3 ss.; G. Rotondi, Letteratura civilistica francese ed italiana, in: Scritti giuridici, vol.III, Studi varii di diritto romano ed attuale, Milano 1922, p.498-539; A.B. Schwarz, Einflüsse deutscher Zivilistik im Auslande, in: Symbolae Friburgenses in honorem O. Lenel, Leipzig 1931, p.425-82, insb. zur Rezeption der Pandektistik in Italien, p.450-451; G. Pacchioni, Deutsche und Italienische Romanisten im 19.Jahrhundert. Zwei Gastvorlesungen, Leipzig 1935 (Neudruck Frankfurt a.M. 1970); A. Asquini, Il diritto commerciale italiano nel secolo decorso (1839-1939), in: Riv. di dir. comm., 1939, I, p.447 ss.; F. Ferrara (sen.), Un secolo di vita del diritto civile (1839-1939), in: Scritti giuridici, vol.III, Milano 1954, p.273 ss.; M. Rotondi, Die italienische Rechtswissenschaft der letzten hundert Jahre, in: Rabels Zeitschr. 1966, p.104 ss.; G. Tarello, La scuola dell’”esegesi” e la sua diffusione in Italia, in: Scritti per il XL della morte di P.E. Bensa (Collana degli annali della fac.giur. Genova 19), Milano 1969; N. Irti, Sull’opera di Francesco Filomusi Guelfi, in: Diritto e Giurisprudenza, 1969, p.10 ss.; A. De Cupis, Il diritto civile nella sua fase attuale, in: Riv.di dir. comm. 1970, p.421 ss.; F. Wieacker, Dalla storia del diritto alla teoria dell’interpretazione (Il pensiero filosofico-giuridico di E. Betti), in: Riv. di dir.civ. 1970, I, p.300 ss.; N. Irti, Francesco Filomusi Guelfi e la crisi della scuola esegetica in Italia, in: Riv. di dir.civ. 1971, I, p.379 ss.; G. Crifó, Appunti sull’insegnamento maceratese di Emilio Betti, in: Annali facoltà di giurisprudenza Macerata, vol.XXX; N. 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Da capitale a metropoli. 1880-1980, Torino (Centro Studi Piemontesi) 1980, p.839-855; Cinquanta anni di esperienza giuridica in Italia (Atti del Convegno Messina-Taormina 3/8.11.1981), Milano 1982 (Pubblicazioni dell’Istituto di scienze giuridiche della Università di Messina 129); W. Brauneder, Von der moralischen Person des ABGB zur juristischen Person der Privatrechtswissenschaft, in: Quaderni fiorentini 11/12 (1982-1983), p.265 ss. - zur italienischen Zivilrechtswissenschaft über das ABGB vgl. p.264 und insbesondere ausführlich p.272 ss. und p.304-308; P. Grossi, Stile fiorentino. Gli studi giuridici nella Firenze italiana (1859-1950) (Collana: Per la storia del pensiero giuridico moderno, 23), Milano 1986; B. Libonati/L. Farenga/U. Morera/G. L. Brancadoro, La Rivista di diritto commerciale (1903-1922), in: Quaderni fiorentini 16 (1987) p.343 ss.; A. Proto Pisani, Materiali per uno studio dei contributi processualcivilistici della “Rivista di diritto commerciale” (1903-1923), ebda., p.375 ss.; V. Denti/M. Taruffo, La rivista di diritto processuale civile, ebda., p.631 ss., insb. p.655-656 zur Rezeption der pandektistischen Literatur; B. Veneziani, La “Rivista di diritto commerciale” e la dottrina giuslavorista delle origini, ebda., p.441 ss.; G. Furgiuele, La “Rivista di diritto civile” dal 1909 al 1931, ebda., p.519 ss.; U. Santarelli, “Un illustre (e appartato) foglio giuridico”. La Rivista di diritto privato (1931-1944), ebda., p.665 ss.; M.T. Napoli, La cultura giuridica europea in Italia. Repertorio delle opere tradotte nel secolo XIX. Tendenze e centri della attività scientifica, I-III, Napoli 1987; P. Grossi, La scienza del diritto privato. Una rivista-progetto nella Firenze di fine secolo. 1893-1896, Milano 1988; A. Mazzacane, La “razionalità logico-metodologica” della pandettistica, in: Nuovi moti per la formazione del diritto, Padova 1988, insb. p.283-297; R. Schulze (ed.), Deutsche Rechtswissenschaft und Staatslehre im Spiegel der italienischen Rechtskultur während der zweiten Hälfte des 19.Jh. (Schriften zur Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte 1), Berlin 1990 und hier die Beiträge von P. Beneduce, “Germanisme. La terrible accusation”. Fremde Lehrsysteme und Argumentationsweisen in der italienischen Privatrechtswissenschaft während der zweiten Hälfte des 19.Jh., p.100 ss. und A. Mazzacane, Die Rechtskultur in Deutschland und Italien nach der nationalen Einigung, p.; P. Beneduce, La volontà civilistica. Giuristi e scienze sociali in Italia tra ‘800 e ‘900, Napoli 1990; P. Grossi, Interpretazione ed esegesi. Anno 1890: Polacco versus Simoncelli, in: Riv. di dir. civ. 1989, I, p.197 ss. und in: Studi in memoria di G. Tarello, Milano 1990, I, p.283-319; A. Guarneri, L’interlocutore del giurista nell’esperienza italiana degli ultimi due secoli, in: Il Quadrimestre. Riv. di dir. privato 1990, p.473-497; N. Trocker, L’influenza della scienza giuridica tedesca sugli studi dei processualisti italiani, in: Studi senesi 1990, p.474 s.; G. Cianferrotti, L’Università di Siena e la “vertenza Scialoja”. Concettualismo giuridico, giurisprudenza pratica e insegnamento del diritto in Italia alla fine dell’Ottocento, in: Studi in memoria di G. Cassandro, 1991, I, p.212 ss.; G. Bognetti, La cultura giuridica e le facoltà di giurisprudenza nel secolo ventesimo. Abbozzo di una storia, Milano 1991; A. Mazzacane/R. Schulze, Die deutsche und die italienische Rechtskultur im “Zeitalter der Vergleichung” (Schriften zur Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte 15), Berlin 1995; G. Furgiuele, Ipotesi e frammenti tra teoria e storia del diritto civile dell’Italia repubblicana, in: Quaderni fiorentini 26 (1996); G. Cazzetta, Civilistica e “assolutismo giuridico” nell’Italia post-unitaria: gli anni dell’esegesi (1865-1881), in: De la ilustración al liberalismo. Symposium en honor al profesor P. Grossi, Madrid 1995, p.397 ss.; P. Cappellini, Der Wille zur Wahrheit. Qualche ipotesi preliminare su “storia della verità” e origini dell’ermeneutica giuridica liberal-borghese, ebda., p.67 ss.
[2] Allgemein zu diesem Kapitel der italienischen Rechtsgeschichte siehe F. Ranieri, in: H. Coing (ed.), Handbuch der Quellen und Literatur der neueren Europäischen Privatrechtsgeschichte, Bd.III. Das 19.Jahrhundert, München 1982, Teil 1, p.177-396; Teil 2, p.2331-2401.
[3] Im einzelnen dazu F. Ranieri, Le traduzioni (Fn.1); M.T. Napoli, La cultura (Fn.1) mit einer umfassenden Bibliografie.
[4] Dazu F. Ranieri, Rezeption und Assimilation ausländischer Rechtsprechung dargestellt am Beispiel des europäischen Einflusses der französischen Judikatur im 19.Jh., in: Ius Commune 6 (1977), p.202 ss.
[5] Zu diesem wichtigen kultursoziologischen Hintergrund siehe M. Moretti, Università tedesche ed università italiane, in: Società e Storia 43 (1989), p.196-202; P. Schiera, Il laboratorio borghese. Scienza e politica nella Germania dell’Ottocento (Annali dell’Istituto storico italo-germanico 5), Bologna 1987; allgemein P. Bourdieu, Les conditions sociales de la circulation internationale des idées, in: Romanische Zeit. für Literaturgeschichte, Heidelberg, 14 (1990), Heft 1/2; O. Weiß, Das deutsche Modell. Zu Grundlagen und Grenzen der Bezugnahme auf die deutsche Wissenschaft in Italien in den letzten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts, in: A. Mazzacane/R. Schulze (eds.), Die deutsche und die italienische Rechtskultur (Fn.1), p.71-137.
[6] Vgl. F. Ranieri, Savigny’s Einfluß (Fn.1), mit weiteren Nachweisen.
[7] Hierzu mit umfassenden Nachweisen F. Ranieri, Le traduzioni (Fn.1) und ders., Savigny’s Einfluß (Fn.1).
[8] Vgl. etwa die Rezensionen von B. Windscheid, in: Krit. Vierteljahresschrift 10 (1868), p.607 ss.; ebda., 12 (1870), pp.152 ss. und pp.476 ss.
[9] Einzelne Nachweise bei F. Ranieri, Savigny’s Einfluß (Fn.1), insb. p.214 ss.
[10] Über die sprachliche Unzulänglichkeit der ersten Übersetzungen des Systems, vgl. V. Scialoja, Prefazione generale del traduttore (Fn.17), p.VI-XVII, mit zahlreichen Belegen. Im einzelnen zu dieser Problematik F. Ranieri, Savigny’s Einfluß (Fn.1), insb. p.217 ss.
[11] Darüber zuletzt vgl. F. Ranieri, Die Lehre der abstrakten Übereignung in der deutschen Zivilrechtswissenschaft des 19.Jahrhunderts, in: Coing/Wilhelm (eds.), Wissenschaft und Kodifikation des Privatrechts im 19.Jahrhundert. II. Die rechtliche Verselbständigung der Austauschverhältnisse vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung und Doktrin, Frankfurt 1977, p.90-111.
[12] So Saggio di diritto romano privato attuale, II, Pisa 1844, p.72-73.
[13] Vgl. Saggio, Bd.V, Pisa 1844, p.132-133; Bd.VI, Pisa 1844, p.82-85.
[14] Siehe darüber W. Felgentraeger, Friedrich Carl v. Savignys Einfluß auf die Übereignungslehre, Leipzig 1927, insb. p.38.
[15] Vgl. Saggio, Bd.VI, p.85.
[16] Vgl. F. Serafini, Elementi di diritto romano, Pavia 1858, II, p.171-172: “La justa causa traditionis altro non significa che l’intenzione delle parti di trasmettere e di acquistare la proprietà”; dens., Conciliazione della legge 36. Dig. de acquirendo rerum dominio (XLI, 1) colla legge 18. Dig. de rebus creditis (XII, 1), in: Archivio giuridico 1 (1868), p.51-52; A. Doveri, Istituzioni di diritto romano, I, Firenze ²1866, § 111, p.513-515; G. Ronga, Elementi di diritto romano, I. Torino 1871, § 73, p.239; B. D’Ondes Rao, Della tradizione per diritto romano, in: Il Circolo giuridico. Rivista di legislazione e di giurisprudenza 8 (1877), p.294.
[17] Sistema di diritto romano attuale, Torino 1896, III, p.410-411, Anmerkung.
[18] So C.F. Gabba, in: Gazzetta dei Tribunali, Milano 9 (1859), p.1.
[19] So V. Scialoja, Prefazione generale del traduttore (Fn.17), p.XXX-XXXI.
[20] So G. Messina, La promessa di ricompensa al pubblico, Girgenti 1899, p.59.
[21] So G. Messina, ebda., p.14.
[22] So L. Barassi, Teoria della ratifica del contratto annullabile, Milano 1898, Introduzione.
[23] So N. Coviello, Manuale di diritto civile italiano. Parte generale. Terza ed. riveduta da L. Coviello, Milano 1924, p.317. Aus der damaligen italienischen Literatur siehe etwa V. Scialoja, Negozi giuridici. Lezioni, Roma 1907; A. Giovene, Dell’efficacia del negozio giuridico rispetto ai terzi, Napoli 1911.
[24] Dazu grundlegend W. Müller-Freienfels, Die Abstraktion der Vollmachtserteilung im 19.Jahrhundert, in: H. Coing/W. Wilhelm, Wissenschaft und Kodifikation (Fn.11), p.144 ss.
[25] So A. Nattini, La dottrina generale della procura. La rappresentanza, Milano 1910, p.8-9
[26] So A. Nattini, ebda.
[27] So A. Nattini, ebda.
[28] So A. Nattini, ebda., p.22.
[29] Coviello, Manuale (Fn.23), p.400 ss.
[30] Coviello, ebda., p.402.
[31] Dazu H. Coing, Europäisches Privatrecht. Bd.II. 19.Jahrhundert, München 1989, insb. p.55-56; U. Falk, Ein Gelehrter wie Windscheid. Erkundungen auf den Feldern der sogenannten Begriffsjurisprudenz (Ius Commune Bd.38), Frankfurt a.M. 1989, insb. p.185; zuletzt F. Ranieri, Französisches Recht und französische Rechtskultur in der deutschen Zivilrechtswissenschaft heute: Eine unwiderrufliche Entfremdung?, in: E. Heyen/Beaud (eds.), Eine deutsch-französische Rechtswissenschaft: Erträge und Perspektiven eines unterentwickelten Kulturaustausches, Baden-Baden (: Nomos) 1999 (im Druck).
[32] La circulation du modèle juridique français (Journées franco-italiennes), T. XLIV (1993), Paris 1994 (Travaux de l’Association Henri Capitant des amis de la culture juridique française).
[33] Vgl. R. Sacco, Rapport de synthèse, in: La circulation (Fn.32), insb. p.11.
[34] So R. Sacco, ebda., S.11; ähnlich die Feststellung von C. Witz, Rapport introductif, in: La circulation (Fn.32), insb. S.305: “L’influence du modèle français diminiue inexorablement au fil des décennies dans la plupart des pays concernés”.
[35] Aus der Rezeption der deutschen Pandektistik auf der iberischen Halbinsel - häufig über die italienische Literatur - siehe etwa L. Sancho Seral, Tradución del aleman y notas de J. Hupka, La representación voluntaria en los negocios juridicos (Biblioteca de la Rev. de derecho privado, vol. XIII), Madrid 1930, insb. p.35-36 zum Verhältnis zum spanischen Recht. Zu der portugiesischen Rechtsliteratur siehe P. Mota Pinto, Declaração tacita e comportamento concludente, Coimbra 1995, insb. p.10-14 mit umfassenden Nachweisen; allgemein zuletzt E. Jayme, G. Moreira (1861-1922) und die deutsche Pandektistik, in: E. Jayme/H.-P. Mansel (Hrsg.), Auf dem Wege zu einem gemeineuropäischen Privatrecht. 100 Jahre BGB und die lusophonen Länder, Baden-Baden 1997, p.63 ss.
[36] Es ist ebenfalls bezeichnend, daß die italienischen Zivilisten bis heute noch nicht bemerkt haben; siehe die reichhaltige italienische Literatur zur Jahrhundertfeier des BGB: Masi, Il mondo giuridico italiano e la promulgazione del BGB, in: Riv. di dir. comm. 1996, I, p.1063 ss.; A. Mantello, “Il più perfetto codice civile moderno”. A proposito di BGB, diritto romano e questione sociale in Italia, ebda., 1996, I, p.1091 ss. sowie in Studia e Documenta historiae et juris 62 (1996), p.401-409; G. Cian, Il BGB e la civilistica italiana. Attualità e ragioni di un confronto, in: Riv. di dir. civ. 1996, I, p.683 ss.; G. Gabrielli, Riflessi del diritto delle obbligazioni tedesco sul diritto italiano, in: Europa e diritto privato, Milano 1998, p.811 ss.
[37] So Pacifici Mazzoni, Introduzione alle Istituzioni di diritto civile italiano, 5 ed., Torino 1929, insb. p.XXIII. Zu solchen Kritikern vgl. G. Furgiuele, La “Rivista di diritto civile” (Fn.1), insb. p.538-540.
[38] Siehe hierzu die zutreffende Analyse von A. Guarneri, L’interlocutore del giurista (Fn.1), p.473-497.
[39] Vgl. R. Sacco, Modèles français et modèles allemands dans le droit civil italien, in: Rev. intern. de droit comparé (1976), p.225 ss., insb. p.231-232; dens., Introduzione al diritto comparato, 3 ed., Torino 1989, insb. p.274-275.
[40] Siehe stattdessen im Schrifttum als letzte Epigonen der alten dogmatischen Lehrtradition L. Cariota Ferrara, Il negozio giuridico nel diritto privato italiano, Napoli 1961; F. Santoro-Passarelli, Dottrine generali del diritto civile, Napoli (1.Aufl. 1944 - 8.Aufl. 1964), insb. cap.IV, § 2 “il negozio giuridico” (hier weitere zeitgenössische Literatur); kritisch hierzu die neuere italienische Zivilistik: statt aller P. Trimarchi, Istituzioni di diritto privato, 1.Aufl., Milano 1973, p.145-146; umfassend hierzu zuletzt C. Castronovo, Legittimazione, discorso giuridico, diritto privato, in: Jus. Riv. di scienze giuridiche (1985), p.430-468, insb. p.443-445 mit weiteren Nachweisen.
[41] Allgemein hierzu A. Gambaro/R. Sacco, Sistemi giuridici comparati, Torino 1996, insb. p.379-382.

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