Wir kommen zu Punkt 4 der Tagesordnung:

Erste Lesung des von der Regierung eingebrachten Gesetzes über die Zustimmung zum Staatsvertrag über Fernstudien an Fachhochschulen (Drucksache 11/945).

Zur Begründung erteile ich das Wort Herrn Minister Henner Wittling.

Minister Wittling:
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Entwicklungen innovativer Studienformen machen eine Verzahnung von Studium und Berufspraxis erforderlich, und sie stellen somit eine zentrale Herausforderung im Rahmen der Hochschulstrukturreform dar. Dabei gewinnt das Fernstudium sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zunehmend an Bedeutung. Angesichts häufig beklagter Überlasten und langer Studiendauer kommt ihm eine entlastende Funktion für die Präsenzhochschulen zu. In diesem Zusammenhang hat es nahegelegen, Fernstudienangebote auf den Bereich der Fachhochschulen auszudehnen.

Sie wissen, daß wir für den universitären Bereich die Fernuniversität in Hagen haben. Die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland haben sich nunmehr entschlossen, die Praxis, wie sie für den universitären Bereich mit der Fernuniversität Hagen angewandt worden ist, auch für den Bereich der Fachhochschulen anzuwenden und auf diesen Bereich zu übertragen. Sowohl die Anforderungen des Arbeitsmarktes als auch der Wunsch zahlreicher Interessenten, für die ein Präsenzstudium aus beruflichen oder aus privaten Gründen nicht in Betracht kommt, lassen diese Erweiterung der Angebotspalette angezeigt erscheinen.

Daher haben die drei von mir genannten Länder, also Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, am 4. Oktober dieses Jahres einen Staatsvertrag über Fernstudien an Fachhochschulen unterzeichnet. Dieser Staatsvertrag bedarf nach unserer saarländischen Verfassung der Zustimmung dieses Landtages. Ich bitte daher darum, dem Gesetzentwurf in Erster Lesung zuzustimmen. Die Beratung im einzelnen kann dann im zuständigen Bildungsausschuß erfolgen. _ Schönen Dank.

(Beifall.)

Präsident Kasper:
Ich eröffne die Aussprache. _ Wortmeldungen sind nicht eingegangen. Ich schließe die Aussprache. Es wird vorgeschlagen, den Gesetzentwurf an den Ausschuß für Bildung, Kultur und Wissenschaft zu überweisen.

Wir kommen zur Abstimmung. Wer für die Annahme des Gesetzentwurfes in Erster Lesung unter gleichzeitiger Überweisung an den Ausschuß für Bildung, Kultur und Wissenschaft ist, den bitte ich, eine Hand zu erheben. _ Wer ist dagegen? _ Wer enthält sich der Stimme? _ Ich stelle fest, daß der Gesetzentwurf in Erster Lesung einstimmig angenommen und zur weiteren Beratung an den Ausschuß für Bildung, Kultur und Wissenschaft überwiesen ist.


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