EDV-Länderbericht Sachsen-Anhalt

 

Zur fachspezifischen Anwendungsentwicklung

Bei den Gerichten und Justizbehörden des Landes Sachsen-Anhalt sind folgende Automationsprojekte flächendeckend bei allen jeweils in Betracht kommenden Gerichten und Justizbehörden im Einsatz:

Ordentliche Gerichtsbarkeit

SOLUM (Grundbuch)

HAREG (Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister)

WINSOLVENZ (Automationsunterstützung im Insolvenzverfahren)

Fachgerichtsbarkeit

SHARK (Arbeitsgerichte)

Strafverfolgungsbehörden

SIJUS-STRAF (Staatsanwaltschaften)

WINSTRA (Wirtschaftsstrafsachen bei den Schwerpunktstaatsanwaltschaften)

Justizvollzug

BASIS (Justizvollzug)

JURIS-online (bei 26 Behörden)

 

Aktuelle Einsatz- und Planungsschwerpunkte der Informationstechnik

SOLUM-STAR EDV-Grundbuch

Bis zum Jahresende sind 22 von 35 Standorten mit dem Programm ausgestattet. Die Einführung ist mit dem Ersatz der bisherigen "SOLUM"-Technik verbunden.

 

RegisSTAR EDV-Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister

Die Einführung des Elektronischen Registers, das das bisherige Verfahren "HAREG' ersetzt, ist ab 2001 geplant.

 

ZStV Zentrales Staatsanwaltschaftliches Verfahrenregister

Die technischen Voraussetzungen sind auf der Basis der vorhandenen "SIJUS-STRAF"-Technik und durch die Einrichtung einer Kommunikationskopfstelle geschaffen. Der Echtbetrieb wird bis zum Jahresende landesweit realisiert sein.

 

EUREKA Automationsunterstützung für Service-Einheiten bei den Gerichten

Das in der Anwendungsoberflüche und der Bedienerführung einheitlich gestaltete Programm ist zur Zeit in amtsgerichtlichen Zivilprozess- und Mobiliarvollstreckungssachen sowie Zivilprozesssachen bei den Landgerichten eingesetzt. In Nachlass- und Familiensachen wird der Programmeinsatz derzeit vorbereitet. Das Programmsystem ersetzt teilweise vorhandene ältere Anwendungen.

 

EUREKA-Fach Automationsunterstützung für Service-Einheiten in den Fachgerichtsbarkeiten

Aus dem in der ordentlichen Gerichtsbarkeit eingesetzten EUREKA-Programm abgeleitete Anwendungen für die Arbeits-, Sozial-, Finanz- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Die technischen Grundstrukturen und die Bedienerführung sind identisch mit dem o.a. Basisprogramm. Mit der Programmeinführung ist in allen Bereichen der Fachgerichtsbarkeit begonnen worden. In der Arbeitsgerichtsbarkeit wird das bislang eingesetzte Verfahren SHARK durch EUREKA ersetzt.

Die Schreibdienste der Gerichte und Justizbehörden sind soweit sie nicht in die vorstehend aufgeführten Projekte einbezogen sind - weitgehend mit PC (Textverarbeitung Winword) ausgestattet.

Neben dem weiteren Ausbau der aufgeführten Automationsprojekte wird die Modernisierung vorhandener Anwendungen (z.B. im Justizvollzug und in Wirtschaftsstrafsachen) sowie die weitere Ausstattung von Dezernentenarbeitsplätzen (Richter, Staatsanwälte, Rechtspfleger) betrieben.